Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)

Im Haus in Közeiszőlő wurde im Winter nicht gewohnt. Auch nach den Aufzeichnungen von Róza wurde es erst im Mai aufge­räumt und zum Aufenthalt vorbereitet. Im weißen Haus mit Veranda gab es drei Zimmer, ein geschlossenes Wohnzimmer bei der Veran­da, eine Küche und ein Badezimmer. Unter beiden Gebäuden wurden Keller gebaut. Die Orte des Familienlebens und die äußere Beziehungen der Familie veränderten sich nach dem Tod des Mannes. Unsere Quelle behandelt diese Epoche nicht mehr. Nach dem Tod ihres Mannes schrieb Róza nichts mehr in das Tagebuch, deshalb beschäftigen wir uns mit den nächsten Jahrzehnten nich mehr. Die zwei Jahrzehnte, deren Dokumentation auch durch die Aufzeichnungen von Róza bereichert wurde, war die intensivste Epoche der Urbanisierung von Félegyháza. Die Jahrzehnte der Jahr­hundertwende bedeuteten nicht nur chronologisch eine neue Epoche. Infolge der sich kapitalisierenden Wirtschaft, der sich entwickelnden kommunalen Versorgung, der Möglichkeiten der Erweiterung der ge­sellschaftlichen Beziehungen erscheinen ein Wertsystem und eine Le­bensführung, die in der Herausbildung der bürgerlichen Gesellschaft immer wichtiger wurden, sowohl in anderen Familien als auch in anderen Städten Ungarns. 229

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