Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)
Gutshofwirtschaft bildeten der Gutshof und das Wohnhaus in der Stadt eine wirtschaftliche Einheit. Bei diesem Typ arbeitete der Gmndbesitzer auf dem Gutshof, aber die Erholungs- und Feiertage verbrachte er in seiner städtischen Wohnung. Hier war der Arbeitszentrumcharakter wichtig, diese Gutshöfe wurden nur als zeitweilige Wohnungen betrachtet. Am Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich ein anderer Typ der Gutshofwirtschaft auf den größeren Grundbesitzen aus, die Gutshoffunktion und die städtische Wohnung wurden nämlich voneinander getrennt. In einem Teil dieser Gutshöfe waren die dort wohnenden Familien nicht mehr die Besitzer des Grundstückes, sie anbauten es nur. Die Zahl dieses letzteren Gutshoftyps nahm nicht so schnell zu, auch seine Benennung veränderte sich, er wurde nicht mehr Gutshof, sondern Wirtschaftsgebäude. Dienerwohnung, Meierhof genannt. Das Gesamtgebiet der Stadt ist 70 670 Katastraljoch im Jahre 1897, 6 davon ist etwa 1000 Katastraljoch das iimere Gebiet, also die Stadt. Feldwirtschaft wird auf 70% der Felder getrieben. 24,3% der Felder ist Wiese und Weide und bloß 2,4% ist für Garten und Weingarten. Die Verteilung der Felder nach Anbauzweigen in Katastraljoch Jahr / Anbau zweig Ackerfeld Garten Weingarten Wiese Weide Wald Röhricht Sonstige Zusammen 1895 49619 128 1634 8209 8964 613 92 1411 70670 1908 43659 26 2113 12313 2857 670 191 1500 66420 Die Besitzer bauen die Feldmark an, bzw. lassen sie anbauen, aber auch die Zahl der verpachteten Felder sind bedeutend. Das Verhältnis der Pachtbesitze schwankt zwischen 17 und 20% der ganzen Feldmark. Die Grundbesitzkonzentration ist immerhin niedrig. 1895 gab es 3452 Wirtschaften in der ganzen Feldmark, unter ihnen gab es nur 80, die größer waren als 100 Katastraljoch, im Jahre 1900 war ihre 6 Gazdacímtár 1897. (Liste der Wirte 1897) 7 Gazdacímtár 1897., Magyar városok... 1912 183