Bánkiné Molnár Erzsébet: Polgárok Kiskunfélegyházán 1890–1913. Bürger in Kiskunfélegyháza 1890–1913. (Studia Folkloristica et Ethnographica 38. Debrecen, 1996)

Einführung In diesem Buch versuchen wir, mit sozialhistorischen Methoden ins Leben von Kiskunfélegyháza der Jahrhundertwende und seiner Bürger einen Einblick zu bekommen. Wir möchten diejenige schwungvolle Stadtentwicklung und Verbürgerlichung darstellen, die in diesen zwei Jahrzehnten vorgingen, wir wollten mit dieser Arbeit die Aufmerksamkeit erregnen. Im Buch werden vor allem der Mensch und seine Bestrebungen um ein besseres Leben betont. Wir sind der Meinung, daß sich die Geschichte in den Taten, in den erfolgreichen und erfolglosen, in den guten und schlechten Hand­lungen birgt. Jedes neue Ergebnis hat die Kämpfe der früheren Zeiten in sich, die Wirtschaft und die Gesellschaft verändern sich nicht nur im Raum, sondern auch in der Zeit, miteinander in ständi­gen Wechselwirkung stehend. Deshalb sind die inneren Prozesse eines Haushalts Teile der Geschichte der Stadt, sowie die Geschichte der Stadt ist ein Teil der Geschichte des Landes. Gemeinsam glie­dern sie sich in das Ganze ein, das Geschichte heißt. Wenn wir ins Privatleben, in die kleinen Sorgen und Freuden der Alltage und Feiertage einer Familie einen Einblick bekommen wol­len, stellen wir die grundlegendste funktionale Einheit der Gesell­schaft vor. Die Forschung der Familien und der Haushalte beleuchtet gewisse gesellschaftliche Prozesse. Die Familie ist diejenige konkrete Konstruktionseinheit, in der das Einkommen produziert und verwen­det wird. Die Richtungen dieser Anwendung werden durch das Wert­system und durch die Lebensführungsart bestimmt. Die ausgebildeten Verhaltensformen aber sind nie von der Umgebung unabhängig. Sie stehen mit anderen Weitsystemen und Verhaltungsnormen in Wech­selwirkung, und sie suchen ihre räumlichen und zeitlichen Möglich­keiten einander stützend oder gegeneinander. 177

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