Bánkiné Molnár Erzsébet: A Jászkun Kerület igazgatása 1745–1876. (Jász–Nagykun Szolnok Megyei Múzeumok Közleményei 51. Szolnok, 1995. 2. kiadás: Debrecen, 1996)
Die Verwaltung des Jazygkumanischen Bezirkes 1745-1867 Die Studie legt die Verwaltungsorganisation des privilegierten Jazygkumanischen Bezirks, den Wirkungskreis der einzelnen Organisationseinheiten, die Aufeinanderwirkung der Verwaltung und der Gesellschaft im Zeitraum von der Redemption bis zum Ausgleich von 1867 dar. Als Mitarbeiterin des Archivs habe ich die eigenartige Gesellschaft und das das ganze gesellschaftliche Leben beeinflussende Verwaltungssystem der Jazygkumanen kennengelernt. Während meiner Untersuchungen mußte ich entdecken, daß sich die geschichtliche und volkskundliche Literatur mit der Verwaltung des Jazygkumanischen Bezirkes nur nebenbei beschäftigte. Der Aufbau der Organisationseinheiten, der innere Mechanismus der Rechtsschaffung und Rechtsanwendung, die Gestaltung der Beziehungssysteme zwischen der örtlichen Verwaltung und der zentralen Lenkung sind völlig unentdeckt. Hier untersuche ich - auf alle diese Probleme konzentrierend - die Rolle der Selbstverwaltung und der Selbstverwaltungsorganisation in der Lenkung, bzw. in der Beeinflussung der wirtschaftlichen Bedingungen der gesellschaftlichen Schichtung, der Möglichkeiten der Mobilisation unter den Schichten, des politischen und wirtschaftlichen Lebens und der gesellschaftlichen Kultur. Um das alles zu verstehen, mußte man die hierarchische Aufeinanderschichtung der Selbstverwaltungsbehörden, die Aufgabenkreise der Beamten, vom Konrahenten niedrigsten Ranges der örtlichen Selbstverwaltung bis zum jazygkumanischen Hauptmann, vom Rat bis zur Generalversammlung freilegen. Es werden die durch die Privilegien bestimmten Grundsätze der Verwaltung des Jazygkumanischen Bezirkes sowie ihre Deformierungen während der im Titel angegebenen Zeit vorgestellt. Die Reformbestrebungen von den gesellschaftlichen Volksbewegungen bis zur Arbeit in den „regulären Kommissionen" des Parlaments wurden durch die Konflikte der Gruppeninteressen und durch die gesellschaftlichen Probleme auf dem Gebiet der Verwaltung motiviert. Als philosophischer Grund diente die Konzeption über die ständische Gesellschaft von István Hajnal. Der privilegierte Bezirk der Jazygen und Kumanen nahm eine Zwischenstelle zwischen der Leibeigenschaft und dem Adel ein. Die im privilegierten Bezirk Lebenden bildeten einen eigenartigen geschlossenen 273