H. Tóth Elvira - Horváth Attila: Kunbábony (Kecskemét, 1992)

II. Das Fundinventar der Gräber von Kunbábony

76. G0LD-„LUNULEN”:34 Aus dickerem Goldblech ausgeschnittener, mondsichelförmiger Kleider­schmuck, am äußeren Bogen mit herausstehendem trapezförmigen Teil. In den oberen Ecken des Trape­zes befinden sich zwei Löcher, in der Mitte und an der gegenüberliegenden Spitze jeweils ein Loch, an der äußeren Wölbung der Mondsichel aber vier und an der inneren fünf Löcher. Auch an einer der Spitzen der Mondsichel liegt ein kleineres Loch, eng neben der Durchbohrung der inneren Wölbung. H.:9,5 cm, Durchm: 14,9 cm, größte Breite des Blechs: 5,1 cm, Gewicht: 9,90 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.174.) (Taf. XXV. 5.). 77. NADEL: Aus Golddraht flachgeklopft, eines der Enden ist verbreitert, abgerundet, das andere endet in einer langen Spitze. L.: 4,0 cm, Gewicht: 0,39 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.190.) (Taf. XXV. 6.). SCHMUCK UND GOLDVERZIERUNGEN AUF DER TEXTILHÜLLE DER HÄNDE: 78. FINGERRING: Aus Gold gegossen, sein starker, plattenartig gebogener Kopf ist rhombusförmig. An seinen Spitzen zieren ihn vier runde Fassungen, die beidseitig eine 2 mm breite, dicht gravierte Kannelie­rung aufweisen, bzw. die zwei sich an der Spitze des Rings berührenden Fassungen säumt eine herumrei­chende Kerbung. In den runden Fassungen sowie zwischen den kannelierten Rändern müssen sich in zwei inneren Feldern farbige Pasteeinlagen befunden haben, die fehlen. Seine Verzierungen, Zellen und die Ränder des Kopfes sind scharfkantig. Der ursprüng­lich halbkreisbogige Reif des Rings wurde zum Zwek- ke der Bestattung gestreckt. Durchm.: 2,7-2,8 cm, Kopf-B.: 1,3-2,3 cm, D.: 0,1 cm, Gewicht: 6,15 g, Feinheit des Goldes: 980. (Inv.Nr.: 71.2.163.) (Taf. XL 9, 9a-b). 79. FINGERRING: Aus Gold gegossener Bandring, in der Mitte seines sich verbreiternden Kopfes mit der Stelle einer kreisförmigen Einlage, die von einer Per­lenreihenverzierung gesäumt wird. Die dreieckigen Einlagen auf dem sich verschmalernden Reif säumt eine ziselierte Zahnung, an deren Spitze eine zisel- lierte, mandelförmige Blattverzierung sich auf den Reif des Rings erstreckt. Seine farbigen Pasteeinlagen fehlen. Sein Reif wurde zwecks Bestattung gestreckt. Durchm.: 2,7-2,5 cm, B. d. Reifs: 0,6 cm, Durchm. d, Kopfes: 1,1 cm, Gewicht: 8,55 g, Feinheit des Goldes: 980. (Inv.Nr.: 71.2.164.) (Taf. XL 11, 11a-b). 80. TOTENRINGE: a) KOPFRING: Auf die breitgehämmerten Enden des aus geripptem Goldband gefertigten Reifs hatte 34. Laut Aussagen der Finder kam das Stück unmittelbar neben dem Schädel zum Vorschein. man mit runder Blechunterlage eine mit Perlenbesatz gerahmte, runde, gepreßte Fassung gelötet. Der Pa­steeinsatz der Fassung fehlt. Der Reif hat die Form eines unregelmäßigen Kreises. Durchm.: 2,7 cm, Band-B.:0,5 cm, Durchm. d. Kopfes: 1,5 cm, H.: 0,4 cm, Gewicht: 5,15 g, Feinheit: 950. (Inv.Nr.: 71.2.165.) (Taf. XL 4, 4a). b) KOPFRING: Ähnlich dem Vorangehenden, weicht nur insofern von diesem ab, als man die Bandenden seines gerippten Goldreifs an der Seite des Rings aufeinander gehämmert hatte. Durchm :2,7 cm. B.: 0,5 cm, Kopf-B.: 1,6 cm, H.:0,5 cm, Gewicht: 4,50 g, Feinheit: 950. (Inv.Nr.: 71.2.166.) (Taf. XL 5, 5a). c) KOPFRING: Ähnelt den beiden vorgenannten Ringen, weicht nur insofern von diesen ab, als die Bandenden seines gerippten Goldreifs unten in der Mitte aufeinander gehämmert und gelötet waren. Durchm.: 2,7 cm, B.: 0,5 cm, Durchm. d.Kopfes: 1,6 cm, H.: 0,6, Gewicht: 4,50 g, Feinheit: 950. (Inv.Nr.: 71.2.167.) (Taf. XL 7, 7a). 81. GOLDVERZIERUNGEN DER TEXTILHÜLLE DER HÄNDE: a) HAUBENFÖRMIGES GOLDBLECH:2 St., aus dün­nem Goldblech gebogen, dessen Ränder zusammen­gelötet wurden, an der sich zuspitzenden Seite aber schlug man die beiden Blechränder übereinander. An dem offenen unteren Rand befinden sich auf beiden Seiten je zwei vom Aufnähen stammende Lochpaare. Eingedrückt, zerknittert, die Spitze der Haube hat sich entlang der Faltung geöffnet. L.: 4,3 cm, B.: 3,5 cm, Gewicht: 2,80 g -2,90 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.177. und 71.2.178.) (Taf. XXV. 4.). b) HAUBENARTIGES GOLDBLECH: Wurde aus dün­nem Goldblech gebogen, dessen Ränder man vorn in der Mitte mit Überlappung zusammenlötete. Am ab­gerundeten oberen Ende waren die Blechränder übereinandergeschlagen, die sich geöffnet haben. Stark eingedrückt, zerknittert, der untere offene Rand ungleichmäßig abgeschnitten. L.: 2,2 cm, B.: 2,4 cm, Gewicht: 1,90 g, Feinheit: 980. (Inv.Nr.: 71.2.176.) (Taf. XXV. 7.). c) HAUBENARTIGES GOLDBLECH: Die aus dünnem Goldblech übereinandergeschlagene zugespitzte Hülle bewahrt den Abdruck des Fingernagels. An einem der Ränder befinden sich Löcher zum Zwecke des Aufnähens, zerdrückt, beschädigt. H.: 1,3 cm, B.: 1,8 cm, Feinheit:980. (Inv.Nr.:71.2.175.) (Taf. XXV. 7.). AUFGENÄHTER KLEIDERSCHMUCK: 82. a) BLATTFÖRMIGES GOLDBLECH: Das obere Ende verbreitert sich, ist abgerundet, das untere, schmaler werdende Ende ist am Rand eingerissen. An der Wöl­bung ist ein Stück ausgebrochen, ebenso an der sich 55

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