Levéltári Szemle, 34. (1984)
Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.
\ wahren Charakter und den vollen Sinn dieser neuen Annexionen festzustellen, die in den Friedensvertrag hineingetragen worden sind, erhebt sie den allerentschiedendsten Protest gegen die Abweichungen von den Friedensbedingungen, wie sie von der deutschen Regierung selbst im Ultimatum vom 21. Februar formuliert worden waren. Die russische Delegation setzt ihre Unterschrift unter den Text, der von den Bedingungen abweicht, die Russland am 21. Februar vorgeschlagen worden sind, und zwar nur deswegen; weil die Atmosphäre der unerhörten Gewalt, das heisst des sich wahreneder, Arbeiten der Friedenkonferenzen fortsetzenden Vormarsches der deutschen Truppen sie der Möglichkeit beraubt, eine Erfüllung ihrer gerechtesten Forderungen zu erlangen. Die zweite Erklärung der russischen Friedensdelegation: Die Arbeiter- und Bauernregierung der russischen Republik die durch den Vormarsch der deutschen Truppen nach Russland, welches die Beendigung des Friedens proklamiert und seine Armeen demobilisiert hat, gezwungen war das Ultimatum der deutschen Regierung anzunehmen, hat dies am 24. Februar erklärt und unsere Delegierten angewiesen, dass wir diese uns zwangsweise aufgedrungenen Bedingungen unterzeichnen. Die bis jetzt in Brest Litowsk Platz gehabten Verhandlungen zwischen Deutschland und seinen Verbündeten einerseits und Russland andererseits, haben augenscheinlich genau und klar für jedermann gezeigt, dass der von den deutschen Vertretern als Versta'ndigungsfrieden bezeichnete, in Wirklichkeit ein ausgeI sporchen annexionistischer und imperialistischer Friede ist. Jetzt aber haben sich die Brester Bedingungen wesentlich erschwert. Der Friede, der jetzt in Brest-Litowsk abgeschlossen wird, ist kein Friede, der auf der freien Verständigung der Völker Russ2 62