Levéltári Szemle, 34. (1984)

Levéltári Szemle, 34. (1984) 1–3. szám - ADATTÁR - Komjáthy Miklós: A breszt-litovszki béketárgyalások / 197–282. o.

Sokolnikow hat um eine kurze tormolose unverbindliche Unter­redung mit den Versitzenden der Machte des Vierbundes gebeten, die um 6 Uhr nachmittags stattfand und der Vorbereitung des ersten Plenarsitzung in formaler Richtung galt. Beschlossen wurde, morgen um 11 Uhr vormittags ein konstituierende Plenarversammlung abzu­halten, die sofort politische, rechtliche und wirtschaftliche Kom­missionen bildet, welche ihrerseits gleich die Arbeit aufzunehmen haben. Im Laufe einer kurzen Debatte, in welcher Sokolnikow zugestand, dass das Ultimatum in seinem ganzen Umfange für seine Delegation bindend sei, wurde der russische Antrag angenommen, die Verhand­lungen auf Grund des Ultimatums punktweise durchzuführen. Der Vor­sitzende der russischen Delegation überreichte hierauf Herrn von Rosenberg ein an die deutsche Delegation gerichtetes Schreiben der russischen Delegation, in welcher diese von der Verletzung des Waffenstillstandsvertages durch Deutschland spricht, gegen den totz Annahme des Ultimatums fortdauernden deutschen Vormarsch pro­testiert und Einstellung der Feindseligkeiten wenigstens mit Beginn der friedensverhandlungen verlangt. Herr von Rosenberg legte gegen den Vorwurf des Bruches des Waffenstillstandes durch Deutschland Verwahrung ein, begründete den diesfalligen deutschen Standpunkt und erklarte es für unmög­lich einen neuen Waffenstillstandsvertrag zu schliessen. Es sei Vorsorge getroffen, dass die Feindseligkeiten sofort eingestellt werden, sobald Friedensvertrag unterfertigt sein wird. Sokolnikow entgegnete, dass es dem Gange der Verhandlungen nicht förderlich wäre, wenn die Feindseligkeiten nicht sofort ein­gestellt würden, weshalb er bitte, die fragliche Zuschrift der deutschen Regierung zu übermitteln. 214

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