Levéltári Közlemények, 83. (2013)

Forrásközlések - Cziráki Zsuzsanna: Szemelvények Melchior Klilesl és a bécsi Titkos Tanács 1611 és 1613 között keletkezett, erdélyi vonatkozású írásos véleményeiből

Cziráki Zsuzsanna: Szemelvények Melchior Khlesl erdélyi vonatkozású véleményeiből Und ist man in keinen Sachen so exercirt, alß in empfindlichkeit, competenzen, respecten, und dergleichen höflichkeiten. Niemandts will sein Unvermögen und geringen verstandt erkennen; Sond[ern] yedweder für einen generalem sich tauglich haltten, und keines weegs leiden, daß man dergleichen xdefectx erkenne, aufmercke und andte. Zu einem solchen werckh aber, gehöreten erfahr[e]ne, zeittige, probirte general und kriegs obristen, mit welchen man das werckh beratschlaget, ob es und hernach wie es zuthuen, und anzugreiffen, auch darinnen zuvorfahren seye? Soll ein haubtkrieg sein, oder vom haubtkrieg depentenz haben, mueß man denselben von denen wissen, so generales gewesen, auch lange erfahrung gehabt, dann anders gedanckhen hat der generalis, und andere ein privat obrister. Dergleichen wurden ir meinung in d[en] hauptsachen nicht täglich anderen, sich weder den Sarmosaghi, oder einen anderen persuadiren und vom rechten zweckh abführen lassen; Sonder[n] in terminis eines rechten fundaments verbleiben. Wer aber daß werckh, wann man schon zu veldt ligt, erst beratschlagten] will, der hat den principal punct: Nemblich ob man krüegen soll und kundte, waß darzue vonnöten, damit man mit leichteren uncosten kriege, und letztlich, wie, und wo der anfang zumachen, schon zu ruckh lassen, daran doch daß fürnembste gelegen. Wer will nicht den undterschiedt in guetachten des graven von Bergen, geg[en] den neustetterischen, des Hansen Preiners gegen anderer, deß alhirigen kriegs raths gegen denen draussen, greiffen uns sehen? Wie kundte man auch rathen, wo solche leuth in dieser profession, die alle Sachen, was sie für sich gerathen, zu ruckh züehen, und in der Substanz selbst grosse errores begehen? Darauf aber sollen Ir M[ajestät] ir persohn, ire lanndt und leuth, ir authoritet und ganzes kriegswesen stellen und vertrawen? Wol waiß ich, das rrttr ich sonsten, do mein pflicht und gewissen nicht interessirt, billich dissimuliren, und alle inperfectiones bedecken solle. Aida aber lasset es sich mit nichten, alß mit der warheit churiren, und müessen Ir M[ajestät] sambt gemeiner Christenheit mehr, alß ein persohn allein respectirt werden. Do ich nun auch zu der hof cammer komme, bey welcher die gelts expedition, anticipation, wie man mit proviant und anderen der cammer undterworffenen Sachen, aufkommen mechte, waß für mittel man zuvor gebraucht, waß yetzunt zugebrauch[en], wie man aufkommen, das werckh erhaltten und continuiren solle, bedenckhen, werden sechs persohnen diß werckh wol zubestellen, so erfahren, auch tag und nacht arbeiten, nicht erklecken, geschweigendt, das nur zwo persohnen einen so grossen last, und wann einer kranck od[er] abraiset, auf einem allein daß ganze werckh ligt. Wer kann rebus sic stantibus zum krieg und nicht vil mehr zum friden rathen? Daß aber auf die geheimbe räth, welche auf die negotia status principaliter bestellet, und ein general aber aug auf alles anders zuhaben, damit ein yedes in seiner Ordnung erhaltten werde, man sich verlassen und fundiren solle: Ist ganz und gar unmüglich, die Substanz werden sie vz.warv erhaltten helffen, wo dieselbe ist, die Substanz aber allenthalben machen, ist wed[er] irer profession noch ein müglichkeit. Wo nun einem herren die leuth manglen, ohne welche er nichts vermag: So manglet ime mehr, als vil million golds, dann ein einiger gueter qualificirter mann, ist mit goldt nicht zubezalen, und weniger, als vil gelt zubekommen. Weil ich dann sihe, d[a]ß laider diser mangl bey unnß, sovil dise profession betrifft, daran auch ein ganzes königreich x betoldás y betoldás 361

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