Levéltári Közlemények, 56. (1985)
Levéltári Közlemények, 56. (1985) 1. - FORRÁSKÖZLÉS - Soós István: Hajnóczy József és Cornides Dániel levelezése / 97–124. o.
118 Soós István daß Sie die Custosstelle angenommen haben u[nd] ich zweifle gar nicht, man werde höchstens in einem Jahre Ihren Gehalt vermehren — Koller ist was anders im Kapital geworden wodurch Er zu sehr beschäftigt wird, als daß Er der Bibliothek hut hätte vorstehen können. Dieß ist die Ursach daß man es dem Salagi anvertrauet hat — Meine Diplomata stehe Ihnen allezeit zu diensten. Die Bedingniß wird seyn die Quelle zu verschweigen: denn auf die Art würde man Mißtrauen gegen mich erwecken u[nd] inskünftige meine Sammlung keinen Zuwachs bekommen. — Wegen meinem künftigen Schicksal bin ich völlig unbesorgt. Ich habe gefunden daß das viele Suchen just nichts;hilft. Ich würde es wünschen in einem öfentliehen Amte zu stehen, u[nd] unter meinem Grafen zu dienen wäre es für uns beyde ein doppeltes Vergnügen. In seiner hetzigen Station aber läßt sichs nicht thun. Unter jedem anderm Chef wäre es mir gleichgültig u[nd] beym Niczky 88 Völlig unerträglich. Ein subaltern von diesem zu seyn wäre für mich eine rechte Strafe. Reisen Sie bester Freund glücklich, recht glücklich. Dem Schlötzer möchte ich zu Zeiten intereßante Stücke zuschicken: ich weiß aber kein anderes Mittel die als Post. Das kostet aber zu viel. Ich verlangte eben keine Zahlung: aber daß ich auch große Postgelder tragen sollte kann ich nicht [.] — Lieben Sie Ihren Freund. J[oseph] H[aynotzi] MP Agram 5ten Febr[uar] 1785. Ich werde alle Briefe immer richtig bekommen wenn sie nach Zinkendorf adreßirt werden. MTAKK, M. Irod. Lev., 4-r., 56 sz. I. k., ff. 165-166. 16. Bécs, 1785. február 11. Cornides Dániel levele Hajnóczy Józsefhez Cornides örül, hogy Hajnóczy megértette öt a custosi állás elfogadása ügyében. Üdvözölteti Kollert, aki nagyszabású pécsi egyháztörténetét nemrégen adta ki, s reméli, hogy folytatni fogja azt. Még egyszer támogatásáról biztosítja Hajnóczyt abban, hogy részt venne a magyarországi oklevelek összegyűjtésének és kiadásának munkálataiban. Megígéri, hogy Hajnóczyt Schlözerrél ismeretségbe hozza. \ Theuerster Freund ! Sie hätten mir nichts angenehmers erwisen können, als daß Sie meinen Brief noch den nehmlichen Tag, da Sie ihn erhielten, zu beantworten beliebten. Ich war besorgt wegen des Schicksals meines Briefs, den ich nur auf Gerathewohl nach Zinkendorf addressirte, weil mir Ihr gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt war. Leyd, unendlich leyd wäre es mir gewesen, wenn mein Brief wäre verloren gegangen; nicht als legte ich meinen Briefen einigen Werth bey, sondern weil Sie mich ganz natürlich für einen fühllosen undankbaren Menschen hätten halten müssen, wenn Sie bey meinem verlohren gegangenen Briefgeglaubt hätten, daß ich Ihr so verbindliches, und von Ihrer Theilnehmung an meinem Glücke herrührendes Schreiben unbeantwortet gelassen hätte. Von dieser Sorge haben Sie mich nun durch Ihre schleunige Antwort befreyet, und ich danke Ihnen für diesen neuen Beweis Ihrer Freundschaft unendlich. — Es freut mich recht sehr, daß Sie meinen Entschluß die Custosstelle anzunehmen billigen. Ob man jemahls meinen Gehalt vermehren werde, daran habe ich starke Ursachen zu zweiflen. Doch es sey darum. Das ruhigere Leben, und meine Lieblingsbeschäftigung mit Büchern, ersetzt in meinen Augen alles übrige. Bey dem allen werde ich bey meiner Zurückkunft noch einen Versuch wegen der Verbesserung meines Gehalts wagen. — Kollern wünsche ich es von Herzen, daß man ihn befördert, und seinen Verdiensten Gerechtigkeit hat wiederfahren lassen; doch würde ich es ungemein bedauern, wenn ihn seine veränderten Glücksumstände abhielten, sein vortreffliches Werk de História Episcopatus Quinqueecclesiensis, 89 das so reichfältig an Urkunden ist, fortzusetzen. — Für die mir versprochene gütige Mittheilung Ihres diploma88 Niczky Kristóf gróf (1714 —1787), királyi personalis ós országbíró. 89 Koller itt említett munkája: História episcopatus Quinqueecclesiarum. Posonii, 1782-1812. Vol. I-VII.