Levéltári Közlemények, 56. (1985)

Levéltári Közlemények, 56. (1985) 1. - FORRÁSKÖZLÉS - Soós István: Hajnóczy József és Cornides Dániel levelezése / 97–124. o.

116 Soós István Bécs, 1785. január 31. Cornides Dániel levele Hajnóczy Józsefhez Cornides beszámol arról, hogy gróf Teleki József két fiával fél évre Oöttingába utazik, majd elkíséri őket nyugat-európai útjukra is tanulmányaik befejezése után. Kiigazítja Hajnóczy értesülését, ui. nem Brettschneider helyére, hanem második könyvtárőrré nevezték ki Kova­chich Márton György állására 400 forint évi fizetéssel. Sokáig habozott, hogy mit tegyen, végül elfogadta az ajánlatot azzal a kikötéssel, hogy az új állást csak a göttingeni út után tudja vál­lalni. Ennek érdekében az uralkodóhoz, II. Józsefhez kérvényt intézett, amelyben kérte könyvtárőrré történő kinevezésének elhalasztását és egyúttal azt, hogy tegye meg őt az egyetem diplomatika professzorává és emeljék meg fizetését. Az uralkodó — utóbbi kérését kivéve — teljesítette Cornides óhaját. Beszámol arról, milyen nehéz volt elválnia a gróf Teleki családtól, örömmel fogadja a Diplomatarium Hungaricum gondolatát és kéri Hajnóczytól, hogy Göttingenből történő visszatérése után ismét foglalkozzanak az elképzeléssel, ő ugyanis szívesen részt venne ennek megvalósításában. Theuerster, bester Freund und Bruder ! Ein blosses Ohngefähr spielte mir Ihren Brief in die Hände. Er war unter den 20. Deeemb[e]r nach Pesth datirt, und ich befinde mich schon seyt Anfang des Monath Novembers zu Wien. Die Sache verhält sich kürzlieh also: Ich hatte mich mit meinem Herrn Grafen in eine Verbindung eingelassen, seine zwey Herrn Söhne als Hofmeister auf ein halbes Jahr nach Wien, und so dann von Wien auf die Göttinger Universität zu führen. Nach vollendeten Studiis sollte ich sie auf Reysen nach Holland, Frankreich, Engelland, und Italien begleiten. 85 Hier in Wien erfuhr ich es, daß ich bey der Pesther Universitäts Bibliothek an die Stelle des Herrn Kovatsits zum zweyten Custos 86 (:und also nicht zum Bibliothekaire an die Stelle des Herrn v[on] Brettschneider, wie Sie glaubten:) mit einem Gehalt von 400. fl.[orins] ernennt worden sey, und daß man mir mein Decret bereits herabgeschickt habe. Ich war lange unentschlüßig, ob ich das mir aufgetragene Amt an­nehmen, oder ausschlagen sollte; endlich aber ließ ich mich dennoch überreden, es unter der Bedingung anzunehmen, wenn man mir gestatten würde die meiner Führung an­vertrauten jungen Grafen nach Göttingen zu begleiten, und mein Amt bey der Universi­tät erst künftigen November anzutreten. Ich muste deshalb mit einer Bittschrift bey S[eine]r May[estä]t dem Kaiser einkommen. In dieser Bittschrift bat ich auch noch dieses, daß im Fall mir ausser der Custosstelle such noch das Professorat der Diplomatik auf­getragen würde, wie ich hier vernommen hatte, ich alsdann auf den normalmäßigen Gehalt eines ausserordentlichen weltlichen Lehrers Anspruch machen dürfe. In der darauf erfolgten Allerhöchsten Resolution ist mir sowohl meine Göttinger Reise, als auch der gebethene Aufschub meines Amtes allergnädigst bewilliget worden, nur der Punct von des Vermehrung meines Gehaltes ward mit Stillschweigen übergangen. Mein Plan ist also jetzt dieser, daß ich gegen den 6ten März von hier mit meinen Herrn Grafen aufbrechen, eine tour über Prag, Dresden, Leipzig etc. machen, gegen den 15. April in Göttingen seyn, um der dasigen Gelehrten Bekanntschaft mich bewerben, und in October wiederum zurück kommen will. Alsdann aber bin ich gesonnen durch ein Pro Memoria an die Studienhofcommission um die Verbeßerung meines Gehalts vom neuen anzuhalten. Ob ich damahls mehr ausrichten werde, als das erstemahl, das steht zu gewarten. Ich habe Ihnen sowohl meine gegenwärtige Lage, als auch meine für die Zukunft gemachte Entwürfe an­gezeigt. Dieses weitlauftige Geschwätze muste ich nun notwendig vorausschicken, ehe ich zur Beantwortung Ihres so verbindlichen und mir so wehrten Briefes schreite. Nun komme ich also zur Sache. Zuförderst statte ich Ihnen den innigsten und gefühlvollesten Dank ab für Ihre freundschaftliche Theilnehmung an meiner Beförderung, und wünsche Ihnen gleichfalls eine öfentliche einträgliche Charge, die Ihren Verdiensten und schönen Eigenschaften entspreche. Sie zweiflen, ob ich bey der Veränderung meiner Umstände gewinnen werde, und glauben, daß es mit eben so schwer seyn müsse, mich von meinem Herrn Grafen zu trennen, als es Ihnen hart fallen würde den Ihrigen zu verlassen. Sie 85 Cornides nyugat-európai útjáról és göttengeni tartózkodásáról lásd: Gálos Rezső: Die Reise des Daniel Cornides nach Göttingen 1785. Cornides und Pray. In: Ungarische Jahrbücher, 1932. 309-325. 86 Kovaehich Márton Györgyöt 1784 végén mentették fel az Egyetemi Könyvtár másodőri tisztéből.

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