Levéltári Közlemények, 53. (1982)

Levéltári Közlemények, 53. (1982) 2. - Benda Kálmán: A magyar történeti forráskiadás múltja és mai helyzete : II. rész / 201–205. o.

é A magyar történeti forráskiadás múltja és mai helyzete 205 DIE VERGANGENHEIT UND DER HEUTIGE ZUSTAND DER QUELLENEDITIONEN IN UNGARN. TEIL II. Kálmán Benda 1945 bedeutet einen Wendepunkt in der ungarischen Geschichtsschreibung. Im Laufe der sich zu dieser Zeit entfaltenden Auswertung von marxistischem Gesichtspunkt aus sind zahlreiche Studien, Monographien erschienen, vor allem auf dem Gebiete der Wirtschafts-und Gesellschaftsgeschichte, die Quellenausgaben treten hingegen in den Hintergrund. Die alten Serienwerke werden nicht fortgesetzt und auch die neuen geraten ins Stocken (Gesamte Schriften von Ludwig Kossuth, Urkundensammlung der Sigismundzeit usw.) und wenn auch eine Quellenausgabe erscheint, so ist diese eher eine persön­liche Leistung, als Frucht der organisierten Arbeit von Institutionen. Eine in den Jahren 1950 beliebte Form der Quellenausgabe ist die thematische Auslese, die auf Grund einseitiger Gesichtspunkte in den Schriften selektiert und auf diese Weise eine politische „Kampfaufgabe" leistet. In diesen Ausgaben kommt der wissenschaftliche Gesichtspunkt kaum zur Geltung, die mitgeteilten Texte sind meistens unzuverlässig. Über die von den Jahren 1960 an in stets größerer Zahl erscheinenden Quellenausgaben ortsgeschichtlichen Charakters läßt sich dasselbesagen. Die wissenschaftliche Quellenausgabe nimmt in den letzteren Jahren wiederum zu. Eine Renais­sance der ungarischen Quellenausgabe kann aber nur dann erhofft werden, wenn die Akademie der Wissenschaften die fachgemäße Leitung übernimmt und einen umfassenden Plan der Quellenver­öffentlichungen ausarbeitet.

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