Schematismus für das k. u. k. Heer und für die k. u. k. Kriegsmarine 1912 (Wien, 1911)

Anhang

1462 Orden, Ehren- und Erinnerungszeichen Der souveräne Orden des heil. Johannes von Jerusalem (Malteser-Ritter­orden) Die Mönche des 1048 in Jerusalem ge­gründeten Hospitales Sta. Maria della Latino constituierten sich nach Wiedereroberung des Landes durch Gottfried von Bouillou zu einem Orden „Hospitaliter des heil. Johannes von Jerusalem“, der 1118 vom Papste bestätigt wurde, worauf 1119 dessen Umwandlung in den geistlichen „Ritterorden des heil. Johannes vom Spitale in Jerusalem“ erfolgte. Dieser Orden gelangte bald zu Macht und Ansehen im Kampfe gegen die Mohammedaner, behauptete Akka bis 1291, zog nach dessen Fall auf Cypern und 1309 auf Rhodus; nach dessen Verlust (1522) erhielten sie von Carl V. Malta, das ihnen 1798 von Napoleon entrissen wurde. Nun nahm der Orden Sitz in Ferrara, 1827 in Horn. Die Ordensmitglieder bestehen aus dem Großmeister, den Großprioren, den Baillis, den Komturen, den Rittern und Donaten. Das alte Abzeichen war ein schwarzer Mantel mit achtspitzigem weißen Kreuze. Die Grundform der jetzigen Ordensdekoration be­steht aus einem achtspitzigen weißgeschmelzten flachen Goldkreuze. In jedem der vier Winkel des Kreuzes ist bei dem böhmischen Groß- riorate ein goldener Doppeladler mit einer ügelkrone. — Auf den Spitzen des oberen Kreuzfeldes ruht eine Bügelkrone, über der­selben haben die Halskreuze eine Trophäe. Band schwaiz. Zum Unterschiede von dem protestanti­schen Johanniter-Orden wird der katholische nun „Malteser-Ritterorden“ genannt.

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