Linzbauer, Franciscus Xav.: Codex Sanitario-Medicinalis Hungariae 3/2 (Budae, 1855)

Continuatio prima regiminis imperatoris ac regis apostolici Francisci (II.) I.

91 1570. Vaccinae negotium. Conci. Cons. A» 20829. die 18. Sept. 1804. (Iu seq. M. R. M 8599. ddto 31. Aug. 1804.) 1) Cum Propositio Cancellariae Caesareo Regiae unito Aulicae reflexe ad propagationem Insitionis var io lar uni vaccinarum altissimo Loco facta cum suis provocatis tantum in paribus pro usu transposita sit, ac per Consilium hoc ltegium Locumtenentiale ddto 13. Martii a. c. Nro. 5524. similia provocata, et Instructiones Chirurgorum ad Propositionem Proto-Medici Schraud sub 6. Februarii a. c. factam publicata fuerint; eandem propositionem ad acta reponi. Datum Budae ut s. 2) Repraesentatio Suae Majestati. Sacratissima etc. In humillimum obsequium benignorum Decretorum Au­licorum, tam ddto. 17. evoluti mensis Augusti, Nr. 8297, quam et 30. ejus­dem et Nr. 8599 editorum, vigore quorum, et quidem in ordine prioris: insitio vaccinarum variolarum omni possibilli modo, et quidem sub onere responsonis rcspectivas Jurisdictiones manente, per totum Hungáriáé Regnum promovenda commilitur; posteriori vero, propositio per Caesareo Regiam Cancellariam unito Aulicam altissimo Loco reflexe ad propagationem mentionatae insitionis vario- lorum vaccinarum una cum dupplicis ordinis Provocatis, communicatur; Consilium hoc Regium Locumtenentiale Majestati Vestrae Sacratissimae / in humilitate repraesentandum habet: / Eure Majestät! Mit dem nebenfindigea höchsten Handbillet // haben Eure Majestät eine Note Sr. königl. Hoheit des Erzherzogs Earl, über die Art, wie die Kuhpocken-Ein- impfung am zweckmässigsten in den Ländern befördert werden konnte, zu Erstat­tung des Gutachtens gnädigst herabgelangen zu lassen geruhet. Der Antrag Sr. königlichen Hoheit geht im wesentlichen dahin, dass, so wie in England die Einleitung getroffen worden, besondere Hautbriefe, in grosser Zahl drucken , und unter die Prediger auf dem Land in der Absicht vertheilen zu lassen, damit sie bei der Taufe eines jeden Kindes den Ellern einen solchen War­nungszettel übergeben, eine gleiche Anstalt zu Beförderung der Kuhpocken-Impfung auch in den hiesigen Ländern getroffen , in diesem Zweifel kurz und fasslich der Vorzug der Kuhpocken vor der gewöhnlichen Impfung dargestellt, und die Eltern aufgemunlert werden möchten, diese wohllhälige Erfindung bei ihren Kindern anzu­wenden; gleichwie auch Sr. königl. Hoheit gedächten eben dieses Mittel in den Militärgränzen, wo diese Erfindung schon in guten Gang sey, in Anwendung brin­gen zu lassen. Da man diess gehorsamsten Orts keinen Anstand findet, das von Sr. königl• Hoheit in Antrag gebrachte Verbreitungs-Mittel der Kuhpocken-Einimpfung auch in den deutschen Länderxi, wo diese Erfindung ebenfalls schon gute Fortschritte ge­macht hat, in Ausübung zu bringen, zugleich aber wünscht, dass die kurze Dar­stellung über die Vorzüge der Kuhpocken gleichförmig verfasst, und den Ländern milgelheilt werde, um sie sodann bei Gelegenheit der Taufen, durch die Pfarrer an die Eltern hinausgeben, so hat man den Hof rath und Protoniedicus von Stift an­gegangen , einen derlei Aufsatz zu verfassen, welchen auch derselbe in dem An­schlüsse '///: hat hieher gelangen lassen, und den man im wesentlichen der Sache ganz angemessen findet. Man gedächte solchen .//// bei erfolgter höchster Genehmigung den Länderslellen mit zulheilen mit dem Auftrag, dass solcher in Druck gelegt, in den betreffenden Län­dernin die gemeine Landessprache übersetzt, und die behörige Anzahl davon an die Pfarrer und Seelsorger zu dem Ende abgegeben werden sollen, damit sie solche den Eltern bei Gelegenheit der Kindstaufen mütheilen , und überhaupt zur Verbreitung dieser wohltliätigen Anstalt milwirken.

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