Szakcikk gyűjtemény

Zur Einführung in die Papyrusausstellung der Königl. Museen in Berlin

18 Entsprechend dem engen Zusammenhänge mit dem Christentum nehmen die koptischen Handschriften biblischer Bücher einen breiten Raum ein. Neben den Evangelien las man vor allem den Psalter, der in unserer Sammlung durch einen zierlichen Pergamentkodex ver­treten ist (No. 47). Wertvoller ist ein Papyruskodex des vierten Jahrhun­derts n. Chr., der uns in koptischer Übersetzung eine alt­christliche Schrift gnostischer Richtung erhalten hat (No. 48). Später bemächtigte sich die eigene Volksdich­tung der heiligen Stoffe und brachte strophisch geglie­derte Lieder hervor, die sich an die Sprüche und das Hohe Lied anschließen (No. 52). Ja, auch der Roman lebte auf; spärlich genug sind freilich die Reste, die uns zeigen, wie die Erinnerung an den Perserkönig Kambyses sich im Volksmunde gestaltet hat (No. 50). Erst unter arabischer Herrschaft (nach 641 n. Chr.) schafft sich die koptische Urkunde breiteren Raum. Aberdas christliche Element blieb in ihr maßgebend; das Testament der Susanna beginnt mit einer auf Bibelstellen gestützten Be­trachtung über die Vergänglichkeit des irdischen Lebens (No. 42). Und wenn ein koptischer Brief anfängt: „ich der niedrigste Sünder, wage es zu schreiben an Eure Herr­lichkeit“, so haben wir die zur Schau getragene christliche Demut greifbar vor uns (No. 46). Nubische Handschriften No. 53, 54. Christliche Literatur ist es auch, die uns Reste aitnubi- scher Texte gerettet hat. Das Nubische ist eine afrikanische Negersprache, die noch heute südlich von Ägypten im Niltale gesprochen wird. Für seine Geschichte, ja für die der Negersprachen überhaupt, besitzt die Entdeckung dieser

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