Szakcikk gyűjtemény
J. Pagel: Maimuni als medizinischer Schriftsteller
Pagel, Maimuni als medizinischer Schriftsteller. 239 urgen Mondeville1) und Guy de Chauliac1 2), von welchen M.s toxikologische Abhandlung vielfach benutzt worden ist. Auch vom modernen Standpunkt betrachtet, dürfen Anlage, Gehalt, Form und Zweck der Schrift als streng wissenschaftlich gelten, trotzdem der Autor sie, wie aus der Vorrede3) zu entnehmen ist, eigentlich nur für Laien bestimmt hatte, denen sie eventuell den Arzt entbehrlich machen sollte. Indessen die Anerkennung, welche M.s Belehrung gerade bei maßgebenden Vertretern und Lehrern der wissenschaftlichen Chirurgie gefunden hat, die dabei von einem feinen Gefühl geleitet wurden, beweist den Wert der Schrift und beweist, daß — vielleicht wider M.s ursprüngliche Absicht — ein Produkt von streng wissenschaftlichem Charakter entstanden war. Für eine populäre Anweisung wäre ihre Lektüre schon der Form nach viel zu schwierig, ganz abgesehen davon, daß alle Vorschriften zu speziell und eingehend gemacht sind, um für Laien verwertbar zu sein; nur in der Hand eines gebildeten Arztes, der über den pharmazeutischen Apparat verfügte, konnte das der Fall sein. M.s latinobarbarischen Berufsgenossen scheint besonders die präzise Dosologie des Theriaks imponirt zu haben. In diesem Punkte hatten sich M.s Lehren autoritativen Beifalls zu erfreuen, wie die anmerkungsweise hier zusammengestellten Zitate bei dem schon erwähnten Pariser Chirurgen beweisen4). Hier wird, wie man sieht, expressis 1) Vgl. S. 232 Anm. 3. 2) Vgl. S. 232 Anm. 4. 3) Steinschneiders Ausgabe (s. S. 238 Anm. 5) p. 69. 4) Mondevilles Chirurgie ed. Pagel p. 303. Tract. II Doctr. II cap. 2: a) „prima regula generalis: secundum Rabbi Moysem tractatu suo de venenis cap. 3 generis primi: quotiescunque volumus in proposito per os dare aliquam medicinam sive simplicem sive compositam si ignoremus animal quod laesit debemus inspicere ad accidentia patientis, quod si sentit magnum calorem sicut accidit eis qui morsi sunt a serpente, dentur eis medicine cum lacte vel aceto, si autem sentiat magnum frigus sicut accidit laeso a scorpione vel a tyro, tunc exhibeatur medicina cum vino, quodsi cum vino sumere non possit, accipiat cum decoctione anisi, quia omnes sapientes antiqui concordantur, quod anisum in omnibus hujusmodi laesionibus summe valet“ etc. b) ibid. p. 304: „tyriaca magna a quarta parte drachme usque ad dr. */2 et hoc secundum Rabbi Moysem“ etc. IX