Szakcikk gyűjtemény

Dr. Georg B. Gruber: Ueber Wesen und Wertschätzung der Medizin zu allen Zeiten

u fünfzehnmal in drei Wochen.1) Wird der Kranke nicht gesund inzwischen, stirbt er auch nicht, so geht es an das Purgieren; denn man sah, dass die Krankheit nicht in Säften des Blutes lag. Nützte das Purgieren nicht, so wollte eben die Menge der unreinen Säfte nicht heraus, und man gab mittels Klistieren neue, kostbar bereitete Säfte in den Körper hinein, was dann meist der Apotheker besorgte, der mit dem Arzt das innigste Bündnis geschlossen hatte; beide arbeiten sich in die Hände.2) Aber auch die Kollegen unter sich pflegen sich in Höflichkeit zu übertrumpfen,3) um gegebenenfalls auch wieder in gemeiner, rücksichtsloser Weise übereinander herzufallen,4) sich Stümperei und Pfusch­arbeit vorwerfend. Das Wort: »Starb an vier Aerzten und zwei Apothekern« stammt aus „Uamour médecin“}) Das Gebaren der Aerzte gegenüber dem Kranken ist herrisch, selbstherrlich, ungeduldig, inhuman.6) Viel falsches Latein7) deckt die Lücken positiven Wissens, lange Krank­heitserklärungen, die nur die Begriffe durcheinanderwerfen,8) sollen den Schein der Vielgelehrsamkeit und Exaktheit er­wecken. Einem Holzhacker, der als Gymnasiast scheiterte,9) ist es darum ein Leichtes, den klugen Arzt zu kopieren, und auch dem Liebhaber fällt es nicht schwer, einen Apo­theker darzustellen.10) Und wiederum ist es kein Meister­stück bei der mannigfaltigen Zerspaltung der Kuren, dass ein anderer Liebhaber als Arzt verkleidet gegen fünf Autori­täten11) die scheinbar kranke Geliebte mittels »Magnetismus« *) *) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 8. *) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 7 bezw. 16. *) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 11. 4) Vgl. L’amour médecin I, 4. s) Vgl. L’amour médecin II, 1. 6) Vgl. Mons. Pourceaugnac. II, 1 u. 2. — Ferner: Le malade imag. III, 6. 7) Vgl. Médecin malgré lui II, 6. 8) Vgl. Mons. Pourceaugnac I, 11. 9) Vgl. Médecin malgré lui ül, 1 bezw. 6. 10) Vgl. L’amour médecin III, 5 u. 6. u) Vgl. Le malade imag. II, 6.

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