Szakcikk gyűjtemény

Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

17 Leonardo von dem Klappenapparate des Herzens, besonders von den halbmondförmigen Aortenklappen in den verschiedenen Stellungen gebe, könne nur auf einer richtigen Vorstellung ihrer Function beruhen: Leonardo müsse also 100 Jahre vor Harvey den Kreislauf des Blutes gekannt haben. Uebrigens begnügte sich Leonardo nicht mit der Kenntniß des tobten Körpers, sondern dehnte seine Untersuchungen auch aus auf die Lebensthätigkeit einzelner Organe. Die Ergebnisse dieser Studien sind zum Theil in dem Tractat von der Malerei enthalten, wo er nicht allein die Verhältnisse des ruhenden Körpers, sondern auch dessen willkürliche und unwillkürliche Bewegungen in den Kreis seiner Betrachtungen zieht. Er be­ginnt mit der einfachen Beugung und Streckung der einzelnen Glieder und erklärt das Gehen, ganz im Sinne der modernen Physiologie, als ein stetes Fallen nach vorwärts. Dann er­örtert er ausführlich den Einfluß der Beschäftigung auf die Haltung des Menschen, indem er auseinandersetzt, welche Mus­keln beim Heben, Tragen, Schleppen einer Last, beim Ausholen zum Wurf oder beim Schwingen einer Keule thätig sind, und wie der Körper in den verschiedenen, durch diese Muskelactionen bedingten Stellungen im Gleichgewicht bleibt. Leonardo dürfte also der Erste gewesen sein, der wissenschaftliche Untersuchungen über Statik und Mechanik des menschlichen Körpers anstellte Seine Schüler wies er an, nach dem Beispiel der Alten, auf dem Fechtboden die verschiedenen Bewegungen des menschlichen Kör­pers zu studiren; er schrieb selbst eine wissenschaftliche Abhand­lung über die Fechtkunst- Um dagegen die unwillkürlichen, durch Schmerz, Freude, Zorn, Schreck und andere Affecte ausgelösten Bewegungen richtig zu erfassen, nett) er den jungen Künstlern, sich unter das Volk zu mischen, wo die einzelnen Regungen des Gemülhs ungezwungen in Mienenspiel und Geberde sich auspiägen. Die Beschäftigung am Reiterdenkmal nöthigte Leonardo XV. 350 . 2 (405)

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