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Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

12 Linearperspective stellte Leonardo auch die für die Lustperspective zuerst fest, und mit Recht nennt ihn Correggio, der gepriesene Meister des Helldunkels, seinen Lehrer. Wie leicht Leonardo den Uebergang von der Kunst zur Naturbetrachtunz im Allgemeinen fand, beweist die, an den Einfluß der Luft auf die Farben anknüpfende, Bemerkung: Die blaue Farbe des Himmels rührt gleichfalls her von der Dicke der erleuchteten Luft, die sich zwischen der oberen Finster­niß und der Erde befindet; am Horizont erscheint das Blau heller als über unseren Häuptern, wo die Gesichtslinie durch eine geringere Menge der von dicken Feuchtigkeiten eingenom­menen Luft streicht. Seinem scharfen Blick entging nicht der Einfluß des gelben, künstlichen Lichtes auf die Farben, ebenso kannte er die Erscheinungen des Contrastes, denn er hebt aus­drücklich hervor, jede Farbe erscheine an den Grenzen einer ihr an Helligkeit entgegengesetzten viel vortheilhafter, das Schwarze dort dunkler, wo es an das Helle anstößt und umgekehrt. Großen Werth legt der Meister ferner auf die richtige Ver- theilung von Licht und Schatten und führt schließlich den Grund an, warum ein Gemälde, das nach allen Regeln der Linear­und Lustperspective, nach Beleuchtung und Farbe so vollkommen als möglich ausgeführt ist, doch niemals die Gegenstände so erhaben zeigen kann als diese in Wirklichkeit unseren Augen erscheinen. Denn in der Natur sehen wir jeden Gegenstand mit zwei Augen, wovon jedes einen etwas verschiedenen Stand­punkt im Raum einnimmt; wir erhalten daher zwei Bilder von jedem einzelnen Gegenstand, die wir in der Vorstellung zu einem körperlichen Ganzen verschmelzen. Da die Araber (mit Ausnahme der zum Theil dem Pto- lomeus entlehnten Arbeiten des Alhazen) aus dem Gebiete der Optik nichts wesentlich Neues gebracht hatten, knüpfte Leonardo mit seinen, zunächst allerdings mit Rücksicht aus die bildende Kunst unternommen, Studien über Perspective an die vor (490)

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