Szakcikk gyűjtemény

Fritz Raab: Leonardo da Vinci als Naturforscher

7 inmitten des üppigen Lebens der Mediceerstadt, getheilt zwischen ernster Arbeit und rauschenden Festen vom Jüngling zum Manne. Bewundernswerth erscheint die Willenskraft des Jüng­lings, der von den lärmenden Festlichkeiten weg zu mathemati­schen und physikalischen Studien eilte, die mehr als andere der Ruhe und Sammlung des Geistes bedürfen. Leider schweigen die Biographen über diesen wichtigen Abschnitt seines Lebens und von seinen Werken aus dieser Zeit gelangten nur spärliche Ueberreste auf die Nachwelt. Schon in Florenz hatte Leonardo einen namhaften Kreis von Schülern um sich versammelt und neben der eigentlich künstlerischen Thätigkeit muß er sich mit vollem Eifer aus die Verwerthung seiner mechanischen Kenntnisse für die Technik verlegt haben. Denn als er in Florenz keinen seiner Neigung und Begabung entsprechenden Wirkungskreis fand, richtete er jenes berühmte Schreiben an den Herzog Ludovico Moro nach Mailand, worin er seine mannichfachen Fähigkeiten für Kriegs­und Friedenszwecke ausführlich darlegt^). Da es uns den besten Maßstab abgiebt für die Kenntnisse des damals etwa dreißigjährigen Mannes lassen wir dasselbe im Wortlaute folgen: Gnädiger Herr, da die Leistungen derer, die sich Meister nennen, in der Kunst Kriegsgeräthe zu erfinden, wie ich aus eigener Anschauung weiß, nichts Neues und Außergewöhnliches darbieten, erlaube ich mir, ohne jemanden schaden zu wollen, Eurer Herrlichkeit meine Geheimnisse mitzutheilen, und hoffe, wenn es Ihnen gefällt, alle die in diesem kurzen Schreiben er­wähnten Dinge zu geeigneter Zeit mit dem gewünschten Erfolg auszufübren: 1. Ich kann leichte tragbare Brücken bauen, um den Feind zu verfolgen oder ihm zu entfliehen, sowie andere, die durch Feuer und Schwert unangreifbar, aber doch bequem ab­zubrechen und aufzuschlagen sind; die Brücken des Feindes ver­mag ich anzuzünden und zu zerstören. (486) i

Next

/
Oldalképek
Tartalom