Grosse, Johannes dr.: Ignaz Philipp Semmelweis, der Entdecker der Ursache des Kindbett-Fiebers (Leipzig-Wien, 1898)

Dritter theil. Seine Anerkennung nach dem Tode

52 ebenso meine Theorien über das Puerperalfieber im hiesigen „Orvosi Hétilap“ veröffentlicht. Während jedoch meine Lehre hier keinem Widerspruch begegnete, erfuhr sie in Deutschland mancherlei Angriffe und Entstellungen. Die humanitäre Pflicht gebietet es mir demnach, diese meine Theorien noch einmal zu entwickeln und die Nichtigkeit der dagegen erhobenen Einwürfe zu erweisen, was ich in dem beigeschlossenen und mit Rücksicht auf das Publikum, auf welches ich Einfluss zu nehmen gezwungen bin, deutsch ge­schriebenen Werke hiemit vollführte. Wolle die hochlöbliche Akademie dieses Werk als Zeichen der aufrichtigsten Verehrung annehmen und Ihrer Bibliothek einverleiben. Ignaz Semmelweis, Universitäts-Professor. Nachdem der Congress die Festrede Ferdinand Hueppe’s vernommen hatte, begab sich ein grosser Theil der Congressisten nach dem Kerepesei* Friedhofe, woselbst am Grabe von Semmel­weis ein Denkstein enthüllt und im Namen des Congresses durch Dr. Duka (London) ein Lorbeerkranz niedergelegt wurde. Dr. Ch an temesse (Paris) schloss die erhebende Feier mit der Ermahnung, das Andenken dieses Mannes, der ein Schutz­engel der Frauenwelt gewesen, heilig zu halten. Das „Comité exécutif du Monument Semmelweis“ zu Buda­pest (VIII., Szentkirályi-utcza 21), welches zunächst den er­wähnten Denkstein errichtete, setzt aber seine Sammlungen fort, um auf einem geeigneten Platze Budapests ein internationales Semmelweis-Denkmal zu schaffen.

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