Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation

I. Teil. Die O'Dwyersche Intubation und deren Ausübung bei der diphterischen Larynx-Stenose

26 Die O'Dwyersche Intubation und deren Ausübung bei der diphtherischen Larynx-Stenose. scheinung gegeben, weil ständige Kontrakturen auch durch sonstige neben­sächliche Gründe (wie Seitenlage des Kopfes usw.) bedingt sein können. Wenn diese rhythmischen Zusammenziehungen rasch aufein­ander folgen und kann es nach B. als an Intensivität sicher gelten, daß immer mehr gewinnen, so der Zeitpunkt des Einschreitens nicht ohne Gefahr weiter ver­schoben werden darf'. Bayeux’ Symptom erkennt man am bequemsten auf die Weise, daß man am Halse des in Rückenlage befindlichen und den Kopf nicht spannenden Kindes den Daumen der einen Hand hinter die beiden Köpfe des einen, den Zeigefinger hin­ter die des anderen Sternoclei­domastoideus legt und mit bei­den Fingern medianwärts und ein wenig abwärts einen mäßi­gen Druck auf die Muskulatur ausübt; besteht das Zeichen, so spannen sich die beiden Muskeln während der Inspira­tion strangartig unter den ta­stenden Fingern und entfernen dieselben voneinander; wäh­rend der Exspiration erschlaf­fen die Muskeln und die einen mäßigen Druck ausübenden Finger nähern sich fühlbar und sichtlich aneinander (Fig. 12 und 13). Die beschriebene Art der Untersuchung begegnet bei schwer stenotischen und erreg­baren Kindern Schwierigkeiten und erfordert entsprechende Sanftheit und Leichtigkeit der Ausführung. Bei Seiten­lage des Kranken hat man sich mit der Untersuchung des frei­liegenden Muskels zu begnügen, und bei der Ausführung kommt der eine Finger in die Fossa jugularis, der andere zwischen die beiden Köpfe des Sternocleidomastoideus der entsprechenden Seite; bei mäßiger Supinationsstellung des Unterarmes wird das Bestreben des sich an­spannenden Muskels, die beiden tastenden Finger voneinander zu ent­fernen, deutlich fühlbar (Fig. 14 und 15). Bei sehr unruhigen Kindern muß man sich zur Untersuchung mit einem Finger begnügen; in­dem wir die Kuppe des Zeigefingers auf das sternale Ende des Fig. 12. (Nach Bayeux.) Fig. 13. (Nach Bayeux.)

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