Bókay, J. von dr.: Die Lehre von der Intubation

I. Teil. Die O'Dwyersche Intubation und deren Ausübung bei der diphterischen Larynx-Stenose

143 Plusieurs conditions se réunissent probablement pour l’en- gendrer et si le tube est la cause occasionelle de la dysphonie. la maladie (i. e. diphtherie) semble en étre la cause déterminante. La variabilité de la durée de l’accident exprimerait la variabi- lité de ces conditions mémes.“ Die Heiserkeit kann, wie wir in obigem bereits erwähnten, die ver­schiedensten Grade der Intensität aufweisen: von der umflorten Stimme bis zur völligen Aphonie können wir alle Schattierungen der Dysphonie an unseren Kranken beobachten; ihre Dauer differiert ebenfalls sehr stark, die meisten Autoren (Ganghofner, v. Widerhofer, Jacques u. a.) stellen ihr Maximum auf 1—2 Monate1), obzwar einzelne, wie Baer, auch länger be­standene Heiserkeit beobachtet haben. Eine nicht wieder gut gewordene Heiserkeit nach Intubation wurde bisher noch in keinem Falle konstatiert, dies haben auch schon die ersten Beobachter, z. B. Loivett und Monroe, hervorgehoben, so daß die Prognose der Dysphonie nach Intubation absolut gut genannt werden kann. Romshurger hat in mehreren Fällen nach Ver­schwinden der im Gefolge der Intubation aufgetretenen Heiserkeit laryn- goskopische Untersuchungen angestellt und konnte auch am Spiegelbild den zu dieser Zeit vollkommen normalen Befund des Kehlkopfs und der stimmerzeugenden Gewebe bestätigen. Es ist unter allen Umständen wünschenswert, daß in Zukunft auch während der Dauer der Heiserkeit laryngoskopische Untersuchungen je häufiger angestellt werden mögen — was bisher bedauerlicherweise noch nicht geschehen ist —, damit die ätiologische Beschaffenheit der Heiserkeit von Fall zu Fall festgestellt wrerde. Nebenbei bemerke ich, daß ich jene Ansicht Carstens': „wenn am 7. Tage etwa nach der Extubation noch Heiserkeit besteht, so kann man mit großer Wahrscheinlichkeit das Vorhandensein oder die Entstehung einer Lähmung (Paral. postdiplith.) dia­gnostizieren, res pektiv vorhersag en,“ auf Grund meiner Erfahrungen durchaus nicht teilen kann, und daß ich diesen Umstand als diagnostisches Hilfsmittel zur Eruierung des Wesens der Heiserkeit, derartig hingestellt, nicht anerkenne. Über die nach der Intubation entstandenen Kehlkopfverengerungen. e) Über die nach der Intubation entstandenen Kehlkopfverengerungen und narbigen Kehlkopf ver Schlüsse. Narbige Kehlkopfverengerungen und narbige Kehlkopf­verschlüsse als Folgezustände der Intubation sehen wir bloß selten auf- treten und die spärliche Erscheinung dieser konsekutiven Veränderungen gibt auch in erster Linie die Erklärung dafür, daß sich mit diesem Gegen­stand auf eingehende Weise literarisch nur wenige beschäftigten (so: O'Divyer, Galatti, Boulay, Variot und Glover, Bayeux, Baudrarul, Heyman, Ritter und Trumpp), trotzdem die hohe praktische Bedeutung des Gegen­standes es sehr wünschenswert erscheinen läßt, daß insbesondere dessen i) i) Als historische Tatsache will ich hier erwähnen, daß in dem ersten mit Intubation geheilten Falle O'Dwyer s (21. Mai 1884), in dem die Intubationsdauer 139 Stunden betrug, die Heiserkeit wochenlang bestand.

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