Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
588. 27.2. 1941 Aufzeichnung über das Gespräch zwischen dem jugoslawischen Außenminister Budapest Cincar-Markovii sowie dem Ministerpräsidenten Graf Pál Teleki und dem Außenminister László Bárdossy Auf beiden Seiten wurde betont, daß man das freundschaftliche Verhältnis zwischen den beiden Staaten mit der Hervorhebung der Gemeinsamkeiten in der historischen Vergangenheit und in den Traditionen vertiefen müsse; Teleki brachte die Lage der ungarischen Minderheit in Jugoslawien zur Sprache, die hinsichtlich der Erziehung und Kultur in einer ungünstigeren Lage sei als die deutsche; man berührte auch die Frage des Außenhandelsverkehrs, bei dem Ungarn ein bedeutendes Aktivsaldo gegenüber Jugoslawien habe; der jugoslawische Außenminister hält eine Regelung der Beziehungen zwischen den ungarischen und jugoslawischen griechisch-orthodoxen Kirchen für notwendig Jugoslawien blickt mit Besorgnis auf die zu erwartenden militärischen Aktionen Deutschlands auf dem Balkan. 883 589. 27. 2. 1941 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Mit dem Beginn der günstigen Jahreszeit ist die deutsche Invasion gegen England zu erwarten; die Deutschen wollen im Laufe des Jahres 1941 eine Entscheidung herbeiführen; im Mittelmeer und in Nordengland sowie gegen Griechenland seien gemeinsame deutsch-italienische Aktionen zu erwarten, eventuell unter Einbeziehung von Bulgarien ; der Gesandte hält die deutschen Streitkräfte sowohl zahlenmäßig als auch in der Schlagkraft zur siegreichen Beendigung all dieser Kriegsoperationen für fähig; wenn das trotzdem nicht möglich sein sollte, dann würde nach seiner Meinung die Vernichtung der Sowjetunion in den Vordergrund rücken, was eine Erwerbung Osteuropas zur weiteren Versorgung Deutschlands bedeuten würde. 590. 27. 2. 1941 Rom 591. 28.2.1941 Ankara 592. 1. 3. 1941 Wien Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Zwischen Italien und Deutschland gibt es noch kein Presseabkommen, aber man arbeitet es zurZeit aus; in der Praxis allerdings besprechen die betroffenen Pressereferenten täglich mit den Leitern der Presseorgane die Direktiven an die Presse und stimmen sie miteinander ab. 890 Chiffretelegramm des zeitweiligen ungarischen Geschäftsträgers in Ankara an den Außenminister Eden hat sich zu seinem Besuch in Ankara aufgrund der Ereignisse in Bulgarien entschlossen; nach vertraulichen Informationen des Gesandten hält man auf türkischer Seite auch weiterhin eisern an dem Bündnis mit England fest, sei aber zu offensiven Kriegsoperationen nicht in der Lage und beabsichtige auch nicht, solche zu tun. 891 Telephonisches Chijfretelegramm des ungarischen Generalkonsuls in Wien an den Außenminister Sztójay meldet, daß die Deutschen drei Brücken über die Donau geschlagen haben, am 2. März diese überschreiten und dann gegen Griechenland vorrücken werden; Burgas und Warna hat man gesichert, was auch gegen die Sowjetunion gerichtet sein könnte; wenn Jugoslawien oder die Türkei eine Aktion unternehmen, würde man sie angreifen und das würde dann die Auflösung Jugoslawiens nach sich ziehen. Hitler gab in Anwesenheit von Ribbentrop Sztójay und dem bulgarischen Gesandten eine Erklärung zur Lage auf dem Balkan ab; er sprach in freundlichem Ton von den ungarisch-deutschen Beziehungen und gab seiner Zufriedenheit über den Beitritt der Bulgaren zum Dreimächtepakt Ausdruck. 892 1373