Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet

Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)

375. 20. 9. 1940 Brief des ungarischen Konsuls in Zagreh an den Leiter der politischen Abtei­Zagreb lung im Außenministerium Der Konsul hat das Gefühl, daß er in dem deutsch-italienischen Konkur­renzkampf um Kroatien eine „Schlüsselposition" einnimmt und benutzt diese dazu, sich Informationen zu verschaffen; er ist mit einem führenden Mann der Pavelic-Nationalisten in Verbindung gekommen und hat auf­grund ihres Gespräches den Eindruck gewonnen, daß die italienischfreund­lichcn Nationalisten keine ernsthafte Basis haben und daß die geplante kroatische Aktion keinen Erfolg verspricht. 606 376. 21.9. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Im Zusammenhang mit dem Dokument Nr. 367 bat Giannini, der Leiter der Abteilung für Außenhandel im italienischen Außenministerium, dar­um. daß die ungarische Regierung den Zuschlag der Lira nicht vor der Sit­zung der italienisch-ungarischen gemischten Kommission herabsetzen mö­ge. weil dies die Möglichkeit eines Warenaustausches aufheben würde: in diesem Interesse sei er bereit, auch in Berlin zu intervenieren. 608 377. 23. 9. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenmini­Bukarest ster Nach einer vertraulichen Information des Militärattaches trifft eine deutsche Militärdelegation in Bukarest ein, um die rumänische Armee zu reorganisieren; dem italienischen Gesandten zufolge will sich Antonescu immer mehr auf Deutschland stützen und ordnete wiederum Einberufun­gen in großem Umfange an. 608 378. 23. 9. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten am l'atikan an den Außenminister Rom Der Papst hat sein Placet dazu gegeben, daß man von seilen des Vatikans in kirchenpolitischen Fragen bezüglich Siebenbürgens erst dann eine Ent­scheidung fallen will, wenn der Vorschlag des Ministerpräsidenten dazu eingetroffen ist. 609 379. 24. 9. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenmini­Belgrad ster Nach der Beratung der Achsenmächte in Rom glaubt man in Jugoslawien daran, daß eventuelle Revisionspläne eher Griechenland betreffen als Ju­goslawien; für den Fall eines Konfliktes mit Italien vertraut man auf die Unterstützung der Deutschen, die nach ihrer Auffassung wegen wirtschaft­licher Interessen die Aufrechterhaltung des Status quo wünschten; auf eine sow jetische Unterstützung setze man nach dem Abschluß des Nichtangriffs­paktes keine Hoffnungen mehr. 610 380. 24. 9. 1940 Tagesbericht über das Gespräch zwischen Dr. Ferenc Bäsch und dem Bot­Budapest schaftsrat Herbert Thierry Bäsch, der Leiter der VDU, vertritt die Ansicht, daß die offizielle ungarische Politik die Wiener Minderheitenabmachungen absichtlich nicht einhält; unter Berufung auf Ribbentrop und Hitler stellte er wegen der Verletzung der Abmachung Vergeltungsmaßnahmen in Aussicht und wies darauf hin, daß es zwischen Rumänien und Jugoslawien bereits zu einem Wettlauf bei der Förderung der deutschen Minderheiten gekommen sei; Bäsch machte für die ungarische Politik vor allem den Staatssekretär Pataky und den nach seiner Meinung hinter ihm stehenden Bethlen verantwortlich. 610 381. 24. 9. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Ciano machte die vertrauliche Mitteilung, daß er seine Verhandlungen in Kürze in Berlin fortsetzen werde und sich erst danach über den Zeitpunkt seines Besuches in Budapest äußern könne; er legte dar, daß die ägypti­schen Operationen gute Fortschritte machten und die deutsche Landung in 1343

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