Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 5. kötet
Függelék - III. Az iratok tartalmi kivonata és mutatója (Inhaltliche Kurzfassung und Verzeichnis der Dokumente)
ungarische Verhandlungen eingeleitet werden würden; die ungarische Armee werde nicht demobilisieren, nur zur Erledigung der dringenden landwirtschaftlichen Arbeiten werde es Freistellungen geben. 329 194. 13. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Sofia an den Außenminister Sofia Der bulgarische Außenminister erkundigte sich, ob in München die bulgarischen Gebietsforderungen zur Sprache gebracht worden seien, und drückte seine Verbitterung darüber aus, daß man die Münchener Besprechungen, ohne Sofia hinzuzuziehen, abgehalten habe; der Gesandte machte Popow darauf aufmerksam, daß die territoriale Regelung der Dobrudscha-Frage der in München vereinbarten Politik zuwiderlaufen würde. Popow versprach, den Achsenmächten und Ungarn mitzuteilen, wenn sie von Rumänien einen Vorschlag erhalten. 330 195. 13. 7. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in BelBudapest grad In Verbindung mit dem Dokument Nr. 191 solle der Gesandte dem stellvertretenden jugoslawischen Außenminister mitteilen, daß nach Meinung des rumänischen Gesandten in Budapest die rumänische Regierung Jugoslawien zu keinem Zeitpunkt darum gebeten habe, der ungarischen Regierung einen Vorschlag zu unterbreiten; er solle ihn um dringende Klärung des Mißverständnisses bitten. 331 196. 13. 7. 1940 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Budapest Der Gesandte solle im Außenministerium mitteilen, daß die rumänischen Zeitungen von heute Ungarn angreifen, indem sie den Frieden von Trianon rühmen und auf die Theiß-Linie als rumänische ethnographische Grenze hinweisen. Er soll bemerken, daß man nicht nur mit einer militärischen Aktion, sondern auch mit einer ähnlichen, die Atmosphäre vergiftenden Pres- ' sekampagne sich den Bestrebungen der Achsenmächte in Südosteuropa widersetzen könne; die ungarische Presse wird auf die rumänischen Angriffe nicht eingehen. 331 197. 14. 7. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Bericht über das Gespräch mit Ministerpräsident Cvetkovic, in dem es um die außen- und innenpolitische Lage Jugoslawiens ging. 332 198. 15. 7. 1940 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Sofia an den Außenminister Sofia Der bulgarische Außenminister drückte seinen Dank aus für die ausführlichen Informationen über die Münchener Gespräche und fügte hinzu, daß sie ihr Verhalten dem der ungarischen Regierung anpassen werden. 333 199. 15. 7. 1940 Brief des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Ministerpräsident Cvetkovic äußerte bei einem Gespräch, daß im Hinblick auf die nicht bedeutenden ungarischen Ansprüche gegenüber Jugoslawien deren Regelung auch keine Schwierigkeiten verursachen werden ; der stellvertretende Außenminister Smiljanic sagte dem Gesandten im Zusammenhang mit der Frage der rumänisch-jugoslawischen Militärkonvention, daß bei der heutigen Lage nicht die Verträge, sondern die Lebensinteressen der einzelnen Nationen richtungsweisend seien. 333 200. 15. 7. 1940 Bericht des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außenminister Belgrad Nach Auffassung des Gesandten werde sich Jugoslawiens Haltung im Falle eines militärischen Konfliktes zwischen Rumänien und Ungarn — unter Berücksichtigung dessen, daß Jugoslawien einerseits wegen seiner innenund außenpolitischen Situation die Aufrechterhaltung des Friedens wünsche und daß andererseits zwischen Rumänien und Jugoslawien eine Militärkonvention bestehe, um deren Einhaltung in erster Linie die Ungarn 1316