Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

451. 15. 3. 1939 Tagesbericht über die Unterredung des polnischen Geschäftsträgers in Budapest Budapest Mycielski mit dem ständigen Stellvertreter des ungarischen Außenministers Vörnle Der polnische Geschäftsträger hätte erklärt, daß seine Regierung kleinere Gebietsveränderungen in der Karpatoukraine zu Gunsten Rumäniens für wünschenswert hält. Zur Verhandlung über diese Frage empfehle er seine Dienste. Die polnische Regierung ersuche, die ungarischen Truppen mögen im Falle einer Begegnung mit rumäni­schen Abteilungen jeden Zusammenstoß vermeiden. Vörnle hätte nichts versprochen, halte aber eine Unterredung über diese Frage für durchaus möglich. 452. 15. 3. 1939 Aufzeichnung des rumänischen Gesandten in Budapest Bossy an den Budapest ständigen Stellvertreter des ungarischen Außenministers Vörnle Die rumänische Regierung erkenne die Lage an, die auf dem Wiener Schiedsspruch basiert, wünsche aber, wenn es infolge der Ereignisse zu einer neuen Regelung der Fragen in betreff des karpatoukraini­schen Gebietes käme, an derselben teilzunehmen. Die ungarischen Truppen mögen von der Besetzung des Gebietes östlich der von den Gemeinden Chust, Beresna, Bistra und Wischkow gebildeten Linie Abstand nehmen. Die an der karpatoukrainischen Grenze zusammen­gezogenen rumänischen Truppen würden die Grenze nicht über­schreiten, wenn es nicht zur Verletzung rumänischer Interessen komme. 453. 15. 3. 1939 Aufzeichnung des ständigen Stellvertreters des ungarischen Außen' Budapest ministers Die Rumänen erklärten nicht geradeheraus, daß sie das ganze Gebiet östlich des Flusses Nagy-Äg für sich beanspruchen, doch nähmen sie Truppenzusammenziehungen vor. Es sei zu befürchten, daß sie nach Beendigung der Truppenzusammenziehungen an eine Intervention gingen. Sie hätten sich auch an die polnische Regierung mit der Bitte gewandt, es möge zwischen ungarischen und rumänischen Truppen nicht zu Zusammenstößen kommen, wenn sie einander auf karpato­ukrainischem Gebiet begegneten. Infolgedessen sei es notwendig, die Besetzung so schnell wie möglich durchzuführen. Nur so könne ver­mieden werden, daß Rumänien die Hälfte der Karpatoukraine besetze. 454 15. 3. 1939 Tagesbericht über die Unterredung zwischen dem polnischen Gesandten Budapest in Budapest Orlowski und Vörnle, dem ständigen Stellvertreter des ungarischen Außenministers Der polnische Gesandte sieht darin eine Gefahr, daß Deutschland wieder weiter nach Osten vordringe. Er halte den Zusammenschluß der Slowakei, Polens, Ungarns und Rumäniens für notwendig. Der Slowakei gegenüber empfehle er eine freundschaftliche Haltung, mit Rumänien — nach Überlassung des von Rumänen bewohnten Gebie­tes der Karpatoukraine — ein Abkommen. Vörnle verhalte sich den Auseinandersetzungen gegenüber receptív. 455. 15. 3. 1939 Schreiben des Generalstabschefs an den Außenminister Budapest Der Generalstabschef ersucht, man möge sich auf diplomatischem Weg an den tschechoslowakischen General Prchala wenden, damit dieser erwirke, daß die Einheiten der tschechoslowakischen Armee, ohne Widerstand zu leisten, ihre Waffen den einmarschierenden ungarischen Truppen übergeben. 456. 15. 3. 1939 Schreiben des Generalstabschefs an den Außenminister Budapest General Prchala erteilte den Befehl, daß die tschechoslowakische Armee den ungarischen Streitkräften keinen Widerstand entgegen­setze. Demzufolge änderte sich die Gruppierung der ungarischen Besatzungstruppen. 792

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