Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

III. UNGARNS AUßENPOLITIK IN DER ZEIT DER BESETZUNG DER KARPATOUKRAINE (1. März 1939-31. März 1939) 378. 1. 3. 1939 Tagesbericht über die Unterredung des englischen provisorischen Ge­Budapest schäftsträgers Gascoigne mit Vörnle, dem ständigen Stellvertreter des unga­rischen Außenministers Vörnle begründete dem Geschäftsträger gegenüber den Anspruch Ungarns auf die Karpatoukraine folgendermaßen: Die karpatoukrai­nische Regierung betreibe Raubwirtschaft, sie lasse Waldungen roden, trage somit zur Verkarstung des Gebietes bei, und verursache Ungarn schwere Schädigungen in der Landwirtschaft. Gascoigne hätte die Argumentation nicht verstanden. 379. 1. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Prag an den Außenminister Prag Er hätte mit dem polnischen Konsul in Ungvár und dem polnischen Gesandten in Prag über die Lage der Karpatoukraine gesprochen. Nach der Meinung der Polen hätte das deutsche Interesse an der Karpatoukraine nachgelassen, sie seien nur durch die mit dem Wiener Schiedsspruch zusammenhängenden Prestigegründe gebunden. Die Karpatoukraine sei nicht lebensfähig, wenn sie keine wirtschaftliche Unterstützung erhalte. Es sei die Aufgabe Polens und Ungarns, die wirtschaftlichen Schwierigkeiten dieses Gebietes zu steigern; Rumä­nien hätte die großukrainische Propaganda Woloschins und seiner Anhänger satt und stelle die bisherigen Getreidelieferungen ein. Die Tschechen möchten schon gerne die Karpatoukraine loswerden, da sie ansehnliche materielle Opfer verschlinge. 380. 1. 3. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in London an den Außenminister London Nach Ansicht des polnischen Botschafters Raczynski beginne sich England jetzt, da seine Aufrüstung schnelle Fortschritte macht, wieder für mitteleuropäische Probleme zu interessieren und wünsche auch an deren Lösung teilzunehmen. Hitler hätte dem polnischen Außenminister Beck erklärt, daß er sich bisher mit der ukrainischen Frage noch gar nicht beschäftigt hatte. Nach Ansicht des Botschafters würde eine gewalttätige Aktion Deutschlands erfolglos bleiben. 381. 2. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Helsinki an den Außen­Helsinki minister Im Sinne der erhaltenen Anweisung hätte der Gesandte an die Au­ßenminister der drei baltischen Staaten die Frage gerichtet, wie sich ih­re Regierungen zu einem Austritt Ungarns aus dem Völkerbund ver­halten würden. 382. 2. 3. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Prag an den Außen­Prag minister Nach den Informationen des Gesandten würden die Verhandlungen der zentralen tschechoslowakischen Regierung wegen der slowakischen Forderungen voraussichtlich zu keinem Ergebnis führen. 383. 2. 3. 1939 Bericht des ungarischen Militärattaches in Prag an den Generalstabschef Prag Mitteilungen des deutschen Obersten Toussaint: Die Festungen an der Westgrenze Deutschlands vermöchten einem mehrjährigen Druck standzuhalten. Die Deutschen gedächten ihre Rohmaterialienbasis in Ost- und Südosteuropa zu sichern; solange ihre Organisationsarbeiten nicht beendet sind, brauchen sie Ruhe in Europa. In der Tschecho­slowakei planten sie die Bildung eines Staates unter deutscher Ägide. Die Zeit der Angliederung der Karpatoukraine an Ungarn sei noch nicht gekommen. Das Ausmaß der Unterstützung Ungarns würde von den innenpolitischen Verhältnissen des Landes abhängig gemacht werden. Spanien würde sich den Achsenmächten anschließen; die Liquidierung der tschechoslowakischen Armee sei bereits im Gang. 782

Next

/
Oldalképek
Tartalom