Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
186. 6. 1. 1939 Note der ungarischen Regierung an die englische Regierung London Tschechoslowakische Truppen hätten eine militärische Gewalttat gegen die ungarische Grenze bei Munkács verübt. Die ungarische Regierung hätte eine entschlossene diplomatische Aktion in die Wege geleitet; sie protestiere gegen die unqualifizierbare Aggression und wälze die Verantwortung für alle möglichen Folgen auf die tschechoslowakische Regierung. 187. 6. 1. 1939 Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Rom Nach Ciano sind die polnisch-deutschen Beziehungen nicht besorgniserregend. Anläßlich seines Besuches in Polen beabsichtigte er, Schritte für eine weitere Besserung der Beziehungen zu unternehmen. Mit der Bitte um Diskretion teilte er mit, daß die Schaffung eines selbständigen ukrainischen Staates mit dem Umstand zusammenhänge, daß Japan nicht nur dem Bolschevismus den Krieg erklärte, sondern sein Streben auf die Zerrüttung der Sowjetunion und die Bildung kleiner Nationalstaaten richtete. Der ungarische Gesandte setzte Ciano auseinander, er halte die selbständige Ukraine für den Keim einer 45-MillionenMacht, die die slawische Gefahr neu erweckte; wenn nun auch die Karpatoukraine zu diesem Block gehörte, würden die Karpaten ihren Charakter einer Schutzbastei einbüßen. 188. 7. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers in Berlin Berlin an den Außenminister Der Geschäftsträger teilt mit, er hätte wegen der Aggression gegen Munkács die nötigen Schritte unternommen. Die deutsche Regierung werde bei der tschechoslowakischen Regierung wegen des Vorfalls intervenieren. 189. 7. 1. 1939 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom anden Außenminister Rom Der tschechoslowakische Außenminister hätte Ciano bereits über die Ereignisse in Munkács benachrichtigt. Ciano hätte durch den italienischen Gesandten in Prag für die Mitteilung des tschechoslowakischen Außenministers gedankt, das Untersuchungsergebnis und die Bekanntmachung der verhängten Strafen erbeten und seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, daß ähnliche Fälle in Zukunft nicht mehr vorkommen werden. 190. 7. 1. 1939 Telephonischer Bericht des ungarischen provisorischen Geschäftsträgers Prag in Prag an den Außenminister Der Geschäftsträger unterbreitet die Note der tschechoslowakischen Regierung über die Ereignisse in Munkács. In dieser Note läßt die tschechoslowakische Regierung die ungarische Regierung wissen, daß sie die Untersuchung des Vorfalls in Munkács angeordnet hätte und betont ihren Wunsch nach einer freundschaftlichen Zusammenarbeit der beiden Länder. 191. 8. 1. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Prag Der Außenminister weist den Gesandten an, seine an die tschechoslowakische Regierung gerichtete Note über den Vorfall in Nagygejöcz derselben zu übergeben. Er möge die tschechoslowakische Regierung darauf aufmerksam machen, das Militärkommando hätte für den Fall, daß die tschechoslowakischen Streitkräfte die Demarkationslinie noch einmal überschritten, die Anweisung erhalten, die aggressiven Streitkräfte zurückzuschlagen und sie bis zu völliger Kampfunfähigkeit zu verfolgen. 192. 8. 1. 1939 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Berlin Die tschechoslowakische Regierung hätte drei Jahrgänge einberufen; die ungarische Regierung ersucht Prag um Aufklärung in dieser Angelegenheit. 754