Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
126. 8. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Die polnische Öffentlichkeit hätte sich Ungarn gegenüber ungünstig gestaltet; man zeiht die ungarische Regierung der Schwäche. Ungarn hätte die günstige Gelegenheit zur Erlangung der Karpatoukraine verpaßt. Ein intensives politisches Zusammenwirken hätte schon darum aufgehört, da der Gesandte nicht in der Lage sei, die polnische Regierung über den gegenwärtigen politischen Standpunkt Ungarns zu informieren, was diese auch auf Grund des polnisch-ungarischen gentlemen's agreement erwarte. 127. 9. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Informationen des Leiters der politischen Abteilung im polnischen Außenministerium: wenn Ungarn die Frage der Karpatoukraine offen aufwürfe, würde Deutschland keine negative Haltung einnehmen. Kobylanski empfiehlt, die ungarische Regierung möge sich in Berlin erkundigen, ob Deutschland eventuell eine Volksabstimmung genehmigen würde. 128. 9. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Der Gesandte informierte den Leiter der politischen Abteilung im polnischen Außenministerium über die Eröffnung des ungarischtschechoslowakischen Eisenbahnverkehrs. Dieser sei der Meinung, daßdie Eröffnung des ungarischen Eisenbahnverkehrs nach der Karpatoukraine nichts anderes bedeute, als daß Ungarn auf sein Interesse an diesem Gebiet verzichte. 129. 10. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den AußenRom minister Der Gesandte berichtet: der italienische Außenminister Ciano wünsche, daß in das anläßlich seines Besuches in Budapest zusammengestellte Programm auch der Gesandte Deutschlands einbezogen werde. 130. 10. 12. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau Außenminister Trotz der gelockerten diplomatischen Beziehungen stehe er mit allen jenen Personen in vertraulichen Beziehungen, die auf eine günstige Lösung der karpatoukrainischen Frage hoffen. Diese hielten es für richtig, die Lebensmittel- und Waffentransporte zu unterbinden und führten auch derartige Störungs- und Spaltungsversuche durch. Er versuchte, die recht verbreitete Ansicht zu kompensieren, daß die ungarische Regierung schon kein Interesse mehr an der Karpatoukraine habe. 131. 10. 12. 1938 Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Berlin Zum Zwecke der Genehmigung unterbreite er einen den Deutschen bestimmten Memorandum-Entwurf. 131a. Beilage Memorandum-Entwurf des ungarischen Gesandten in Berlin Der Gesandte faßt die Bezichtigungen zusammen, die der ungarischen Außenpolitik von deutscher Seite widerfuhren und nimmt ausführlich zu ihnen Stellung. Er motiviert das Bieder Übereinkommen und stellt fest, daß sich Jugoslawien und Rumänien ohne dieses Übereinkommen zur Zeit der tschechoslowakischen Krise anders verhalten hätten. Er weist die Auslegung zurück, daß Ungarn am tschechoslowakischen Konflikt nicht teilzunehmen wünsche; er zählt alle nichterfüllten ungarischen Ansuchen auf, die von Februar 1937 bis 28. September 1938 eingegeben worden waren und hauptsächlich eine ungarischdeutsche militärische Kooperation betrieben bzw. die Aufrüstung der ungarischen Armee zum Gegenstand hatten. Ferner heißt es, Ungarn 745