Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 3. kötet

Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata

84. 85. 25. 11. 1938 Warschau 25. 11. 1938 Rom 86. 87. 26. 11. 1938 Budapest 26. 11. 1938 Belgrad 88. 89. 26. 11. 1938 Warschau 26. 11. 1938 Budapest 90. 26. 11. 1938 Rom er hoffe, daß sich in Kürze eine günstige Gelegenheit bieten werde. Nach Orlowskis Meinung werde die Lage durch die gespannten deutsch—polnischen Beziehungen erschwert. Er unternehme die nötigen Schritte, damit sich die polnische Presse weniger mit der ungarisch —polnischen Grenze beschäftige. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Das Außenministerium in Warschau stelle den Antrag, die karpato­ukrainische Grenzsperre intensiver zu gestalten. Biricht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Der französische Botschafter François Poncet hätte sich über die Gründe des Rücktritts Imrédys erkundigt und gutgeheißen, daß Ungarn von einer Besetzung der Karpatoukraine Abstand nehme. Ungarn möge seine guten Beziehungen zum Deutschen Reich pflegen, da die mitteleuropäischen Länder in die deutsche »Interessensphäre« zu zählen seien, es möge jedoch darauf achten, daß sich daraus kein Abhängigkeitsverhältnis ergäbe. Er empfehle die Aufrechterhaltung der politischen Beziehungen zu Paris und London. Die Judenfrage hemme die friedliche Übereinkunft der Großmächte. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Warschau Sollten sich die in den polnischen Zeitungen erschienenen Artikel wiederholen, so erwäge der Außenminister ernstlich, die karpato­ukrainische Frage und ihre geheimsten Triebfedern in ungarischen Blättern veröffentlichen zu lassen. Dies möge der polnischen Regierung mitgeteilt werden. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Belgrad an den Außen­minister Die rumänische Regierung befürchtet, daß ungarische Truppen voll­endete Tatsachen in der Karpatoukraine zu schaffen gedenken, gegen die sie sich gezwungen sähe einzugreifen; sie ersuche die jugoslawische Regierung, diese möge feststellen, ob von einer ungarischen militäri­schen Aktion tatsächlich die Rede sein könne. Dasselbe wünsche auch der jugoslawische Generalsekretär des Äußeren zu wissen. Seines Er­achtens wäre es das Beste, wenn in der Frage der Karpatoukraine Berlin und Rom entschieden. Telegramm des ungarischen Militärattaches in Warschau an den Generalstabschef Der Generalstabschef der polnischen Armee halte die Befürchtung der ungarischen Regierung für unbegründet, daß Berlin und Rom im Falle eines Einmarsches der ungarischen Truppen in die Karpato­ukraine unverzüglich deren Abzug fordern würden. Die polnische Presse greife die ungarische politische Führung an. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Nach den Informationen des Außenministers dränge die Tschecho­slowakei auf die Sicherung ihrer Grenzen; London und Paris verträten den Standpunkt, daß die Anregung von Deutschland und Italien ausgehen müsse. Der Gesandte möge die Glaubwürdigkeit dieser Nachricht feststellen sowie ermitteln, ob Berlin und Rom geneigt seien, die verlangte Sicherung zu geben. Bericht des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Der Gesandte faßt seine Unterredungen mit Ciano über die karpato­ukrainische Frage zusammen: von italienischer Seite würde mit Rück­sicht auf die Deutschen jede willkürliche Aktion stets mißbilligt. Als aber der ungarische Militärattache in Rom Mussolini mitteilte, daß 738

Next

/
Oldalképek
Tartalom