Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
\ 386. 23. 9. 1938 Budapest 387. 23. 9. 1938 Budapest 388. 23. 9. 1938 Bratislava 389. 23. 9. 1938 Rom 390. 24. 9. 1938 Moskau i 992 ist, freudig zur Kenntnis genommen. Der Gesandte erklärte, Gegenseitigkeit vorausgesetzt, könnte das Abkommen auch in ungarisch —rumänischer Hinsicht als endgültig anerkannt werden. Für diese Mitteilung ersucht Stojadinovic um Bestätigung durch die ungarische Regierung. Über den ungarischen Standpunkt, daß alle Minderheiten in der Tschechoslowakei gleich behandelt werden müssen, äußerte er Verständnis; er stellte eine weitere Annäherung an die ungarische Minderheit in Jugoslawien in Aussicht. Tagesbericht über das Telefongespräch zwischen dem Leiter des Kabinettbüros des Außenministers, Csáky und dem ungarischen Gesandten in Berlin In Godesberg haben die Deutschen den Engländern zu den ungarischen und polnischen Forderungen ausgeführt, Deutschland könne die übrigbleibende Tschechoslowakei nur zusammen mit den interessierten Staaten — Italien eingeschlossen — garantieren, es könne keine Sicherungen gewähren, die den Interessen der anderen Minderheiten vorgreifen würden. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in London Der englische Gesandte in Budapest, Knox, hat im Namen seiner Regierung gegen die gegen die Tschechoslowakei getroffenen militärischen Maßnahmen protestiert. Der Außenminister hat diese Vorkehrungen als Schutzmaßnahmen bezeichnet; er hat den englischen Gesandten ersucht, seiner Regierung mitzuteilen, für die Komplikationen, die sich aus der Diskriminierung der ungarischen Minderheit ergeben könnten, übernehme die ungarische Regierung keine Verantwortung. Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Generalkonsuls in Bratislava an den Außenminister Tiso reist zu Benes. Zweck seiner Reise ist, dein Vorwurf die Spitze zu nehmen, er habe nicht alle Möglichkeiten genutzt. Falls die Slowakei an Ungarn angegliedert werden sollte, bat er darum, das Gebiet nicht mit ungarischen Beamten zu überschwemmen. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Der rumänische Gesandte in Rom hat unter anderem geäußert, die rumänische Regierung sehe die Notwendigkeit einer Rückgliederung der ehemals ungarischen Gebiete in der Tschechoslowakei ein; die Angliederung der Slowakei an Ungarn würde nicht gern gesehen werden. Ein ungarischer Angriff auf die Tschechoslowakei wäre ein Casus Foederis; in einem Krieg gegen die Tschechoslowakei oder die Sowjetunion würde Rumänien seine zu Polen bestehenden Bündnisverpflichtungen allen anderen Verpflichtungen voranstellen. Bericht des ungarischen Gesandten in Moskau an den Außenminister Inhalt der Polen überreichten sowjetischen Demarche: Nachrichten über die Konzentration polnischer Truppen entlang der tschechoslowakischen Grenzen sind bisher von der polnischen Regierung nicht dementiert worden. Sollten die polnischen Truppen die tschehoslowakische Grenze überschreiten, kündigt die Sowjetunion ihren Nichtangriffspakt mit Polen. Antwort der polnischen Regierung: Niemandem steht es zu, mitzureden, welche Maßnahmen zum Schutz der Nation getroffen werden müssen; die polnische Regierung ist sich übe den Inhalt und die Konsequenzen der mit der Sowjetunion geschlossenen Abkommen und getroffenen Abmachungen im klaren. Nach Ansicht des ungarischen Gesandten kann der sowjetischen Demarche kein großer Wert beigelegt werden,