Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet

Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke

373.21. 9. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers and den ungarischen Gesandtem Budapest in London Die ungarische Regierung hat Hitler zur Kenntnis gegeben, daß sie mit allen Mitteln dafür kämpfen werde, daß die ungarische Minderheit dieselbe Behandlung erfährt wie die Sudetendeutschen. Hitler werde dies Chamberlain mitteilen. 374. 21. 9. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Rom Die ungarische Regierung hat Hitler wissen lassen, daß sie, falls die ungarische Minderheit in der Tschechoslowakei anders behan­delt wird als die Sudetendeutschen, für innere Unruhen in der Slowakei sorgen werde. Hitler hat dies verständnisvoll zur Kennt­nis genommen. Der Gesandte wird angewiesen, Ciano dies mit­zuteilen. 375. 21. 9. 1938 Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Budapest Belgrad Stojadinovic hat eine Botschaft über seine freundschaftlichen Absichten gesandt. Der Gesandte wird angewiesen, sich in ähnlicher Weise zu äußern. Zur Information teilt der Außenminister noch mit, Andric soll sich in Genf zum rumänischen Außenminister Comnen dahingehend geäußert haben, eine Vereinigung der Slowakei mit Ungarn sei unstatthaft; sollte Ungarn allein gegen die Tschecho­slowakei vorgehen, würden Jugoslawien und Rumänien in einen Krieg gestürzt werden. 376. 21. 9. 1938 Chiffretelegram des ungarischen Gesandten in Warschau an den Warschau^ Außenminister Die Entscheidung, die von den Westmächten in der tschechoslowa­kischen Fragen getroffen worden ist, wird von der polnischen Regierung nicht akzeptiert. Sie fordert ein gleichmäßiges Vorgehen. Die polnischen Vertreter in London und Paris haben dies zum Ausdruck gebracht. Der tschechoslowakischen Regierung ist mitgeteilt worden, Berlin und Rom würden informiert werden. An der tschechoslowakischen Grenze werden stärkere militärische Einheiten zusammengezogen. 377. 22. 9. 1938 Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Berlin Außenminister Der polnische Botschafter in Berlin hat mit Hitler verhandelt und dabei zum Ausdruck gebracht, daß es notwendig sei, die Karpato­ukraine an Ungarn anzugliedern und eine gemeinsame polnisch — ungarische Grenze zu schaffen. Er hat dies vor allem mit dem Schutz gegen den Bolschewismus motiviert. Hitler übernimmt keine Garantie der Tschechoslowakei, solange nicht auch die For­derungen der anderen Minderheiten erfüllt sind. Der polnische Botschafter hat dem ungarischen Gesandten erklärt, durch Auf­stände und Blutvergießen werde man die Engländer auf die Not­wendigkeit der Angliederung der von Polen bewohnten Gebiete lenken. 378. 22. 9. 1938 Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten Budapest in Prag Der Gesandte wird angewiesen, Außenminister Krofta darauf hinzuweisen, daß sich die Äußerungen des tschechoslowakischen Ministerpräsidenten, die er zur Minderheitenfrage gemacht hat, mit den Nachrichten in der Presse decken. Die ungarische Regierung erwarte, daß Maßnahmen getroffen werden, wie sie der Ministerpräsident in Aussicht gestellt habe. 990

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