Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
165. 29. 4. 1938 Bukarest 166. 30. 4. 1938 London 167. 30. 4. 1938 London 168. 2. 5. 1938 Prag 169. 2. 5. 1938 Bukarest 170. 2. 5. 1938 Budapest Bericht des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Der Gesandte hat dem rumänischen Außenminister erneut dargelegt, daß er über die Wünsche nach Aufhebung der gemischten Schiedsgerichtskommissionen und zum Artikel 51 des Friedensvertrages von Trianon nicht verhandele, da sie nach ungarischer Ansicht unannehmbar seien; er erklärte, er bewerte die Unterredung lediglich als Gedankenaustausch, aus dem sich keinerlei Verpflichtungen ergeben. Er teilte dein rumänischen Außenminister üoch die Beobachtungen der ungarischen Regierung mit und überreichte einen Gegenvorschlag mit dem Bemerken, die ungarische Regierung beabsichtige zunächst das von der tschechoslowakischen Regierung angekündigte Minderheitenstatut abzuwarten und betrachte überhaupt ' die Minderheitenfrage als einzig wesentliches Element einer Übereinkunft. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Vertrauliche Informationen des Geschäftsträgers besagen, daß die Lage der Tschechoslowakei auf den englisch —französischen Verhandlungen pessimistisch beurteilt worden sei. Daladier habe die Engländer ersucht, auf Prag Druck auszuüben und der tschechoslowakischen Regierung vorzuschlagen, den Deutschen weitestgehend entgegenzukommen. Chiffretelegramm des ungarischen Geschäftsträgers in London an den Außenminister Sargent erklärte, die Zeitungsnachrichten über eine wirtschaftliche Unterstützung der Donaustaaten würden nur die Wünsche der französischen Delegation wiedergeben. Diese Frage sei nicht Gegenstand eingehenderer Verhandlungen gewesen. Brief des ungarischen Gesandten in Prag an den Leiter der polit ischen Abteilung Der Gesandte bittet um Aufklärung, ob die ungarische Regierung tatsächtlich mit den Staaten der Kleinen Entente irgendeine Vereinbarung schließen wolle oder ob es lediglich ihr Ziel sei, Verhandlungen zu führen und deren Ergebnislosigkeit der Kleinen Entente zur Last zu legen. Außerdem erkundigt er sich nach Plänen für eine slowakische Autonomie. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Bukarest an den Außenminister Der englische Gesandte in Bukarest will bei seiner nächsten Audienz beim rumänischen König im Namen seiner Regierung mitteilen, daß die Regelung der Minderheitenfrage sowohl in Rumänien als auch in den beiden anderen Staaten der Kleinen Entente wünschenswert sei. Anweisung des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Bukarest Der Außenminister billigt das Vorhaben des ungarischen Gesandten bei einem eventuellen Zusammentreffen mit dem jugoslawischen Ministerpräsidenten und dem tschechoslowakischen Außenminister einer Unterredung über die Frage einer Übereinkunft nicht auszuweichen. Nach einer Mitteilung des englischen Gesandten, hoffe die englische Regierung, daß sowohl Ungarn als auch die drei Regierungen der Staaten der Kleinen Entente im Interesse des europäischen Friedens alles nur mögliche unternehmen. Dies habe die englische Regierung auch die Regierungen der Staaten der Kleinen Entente wissen lassen. Bei einem Zusammentreffen mit dem tschechoslowakischen Außenminister Krofta soll der Gesandte betonen, die ungarische Regierung wolle das von der tschechoslowakischen Regierung angekündigte Minderheitenstatut abwarten und 954