Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 2. kötet
Függelék - VI. Inhalt der Aktenstücke
608. 29. 10. 1938 Warschau 609. 29. 10. 1938 Budapest 610. 29. 10. 1938 Berlin 611. 29. 10. 1938 Budapest 612. 29. 10. 1938 Prag 613. 29. 10. 1938 Berlin 614. 30. 10. 1938 Budapest 615. 30. 10. 1938 Rom Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Warschau an den Außenminister Lubienski möchte unter allen Umständen, daß die Karpatoukraine in Besitz genommen wird; Die Fortsetzung der Aufständischenaktion hat er freudig zur Kenntnis genommen. Der Gesandte empfiehlt dem Außenminister, sich zum polnischen Gesandten in Budapest dahingehend zu äußern, er werde weiter für die gemeinsame ungarisch —polnische Grenze kämpfen und die Aufständischenverbände weiterhin stärken. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Belgrad Die Unterzeichnung und Veröffentlichung des Abkommens von Bled ist auch in jugoslawisch —ungarischer Hinsicht nicht möglich, da Stojadinovic auf die Unterzeichnung auch in rumänisch — ungarischer Hinsicht besteht. Dazu ist die ungarische Regierung nicht bereit. Die empfohlene Erklärung zur ungarisch —jugoslawischen Annäherung könne von einem Mitglied der ungarischen Regierung abgegeben werden, allerdings zu einem Zeitpunkt, der von ungarischer Seite bestimmt werde. Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Der Gesandte hat die Anweisung des Außenministers, die deutsche Regierung in der Frage der Annahme des Schiedsgerichts aufzusuchen, ausgeführt. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesand ten in Warschau Der polnische Gesandte in Budapest hat beanstandet, daß die ungarische Regierung nicht die Rückgliederung der Karpatoukraine gefordert habe. Der Außenminister hat dazu erklärt, die Frage sei nicht endgültig fallengelassen worden, nach der Rückgliederung des ehemaligen oberungarischen Gebiets könne auf die Karpatoukraine stärkerer Einfluß ausgeübt werden. Note der tschechoslowakischen Regierung an die ungarische Regierung Die Note enthält die Bereitschaft der tschechoslowakischen Regierung, einen deutsch —italienischen Schiedsspruch anzunehmen. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Die in der ungarisch—tschechoslowakischen Frage wahrzunehmende deutsche Passivität wird damit begründet, daß die ungarische Regierung während des kritischen Zeitabschnittes in London eine Neutralitätserklärung abgegeben habe und nicht mit Deutschland zusammenarbeiten wolle. Der Gesandte war bemüht, diese Behauptungen zu dementieren und betonte, Ungarn habe bei jedem kritischen und entscheidenden Ereignis für Deutschland Partei ergriffen. Chiffretelegramm des Außenministers an den ungarischen Gesandten in Rom Der Gesandte wird angewiesen, Ciano darzulegen, die ungarische Regierung werde die Frage der Karpatoukraine nicht forcieren, werde sie aber auch nicht fallenlassen. Die Grenzen der Tschechoslowakei sollten erst nach dem Abschluß der Grenzregelung garantiert werden. Telefonisch übermitteltes Chiffretelegramm des ungarischen Gesandten in Rom an den Außenminister Nachdem Ciano die ungarischen Sachverständigen angehört hatte, erklärte er, die Angliederung von Pozsony sei aussichtslos; er werde vorschlagen, über die Gebiete von Jolsva und Nyitra zu diskutieren; 65* 1027