Diplomáciai Iratok Magyarország Külpolitikájához 1936-1945, 1. kötet
Függelék - VI. Az iratok német nyelvű tartalmi kivonata
178. fern, als die Interessen Deutschlands und Ungarns berührt würden; Italien sei lediglich bereit, einem zweiseitigen (italienisch —englisch) Mittelmeer-Abkommen beizutreten; Italien unterstütze Franco weitgehend mit Kriegsmaterial, wünsche aber in Spanien keine territorialen Konzessionen; Hitler habe geäußert, daß er, sofern Italien aus dem Völkerbund austritt, sofort seine Erklärung vom 7. März 1936 über einen eventuellen Betritt Deutschlands zurückziehen werde; nach Ciános Meinung sei eine Besserung des italienisch —französischen Verhältnisses nur beim Zustandekommen einer rechten französischen Regierung zu erhoffen; Ciano drängt auf die Festigung der ungarisch —jugoslawischen Beziehungen; zu Österreichs Zukunft meint Ciano, daß die Jugend nationalsozialistisch sei und dies werde weitgehende Folgen haben; Kánya äußert, daß Ungarn bereit wäre, sich Jugoslawien anzunähern und auch mit Rumänien einen Modus vivendi schaffen würde, wenn es dadurch gelänge, die Tschechoslowakei zu isolieren. 177. 18. 11. 1936 Bericht des ungarischen Militärattaches in Rom an den Generalstabschef Rom Als Information zu den Beratungen Reichsverweser Horthys in Rom unterbreitet der Militârattaché den Inhalt seiner Besprechung mit dem Generalstabschef Pariani: nach Parianis Meinung sei die Vertiefung der italienisch —ungarischen militärischen Zusammenarbeit trotz des verbesserten deutsch —italienischen Verhältnisses notwendig, denn innerhalb des deutsch —italienisch —ungarisch —österreichischen Bündnisses müßten sich die Schwächeren im Interesse des Gleichgewichts gegenseitig stützen. Bericht des ungarischen Gesandten in Berlin an den Außenminister Ankunft des österreichischen Staatssekretärs des Äußeren in Berlin. Chiffre-Telegramm Außenminister Kányas an den ungarischen Gesandten in Berlin Nach Informationen des ungarischen Gesandten in Wien hat die österreichische Regierung Deutschland den Vorschlag unterbreitet, ohne vorherige gegenseitige Unterrichtung, keinerlei Maßnahmen in bezug auf den Donauraum zu treffen. 180. 21. 11. 1936 Chiffre-Telegramm des ungarischen Gesandten in Berlin an den AußenBerlin minister Nach Tauschitz' Informationen hat der österreichische Staatssekretär des Äußeren, Schmidt, die Erfüllung der österreichischen Wünsche in Fragen der Wirtschaft und des Fremdenverkehrs erreicht; im Sinne des abgeschlossenen Geheimvertrages wird die eine Seite ohne vorherige Unterrichtung der anderen Seite keinerlei weitgehende Handelsbeziehungen anknüpfen. 181. 24. 11. 1936 Bericht des ungarischen Gesandten in Wien an den Außenminister Wien Der österreichische Staatssekretär des Äußeren, Schmidt, äußert, er sei mit günstigen Eindrücken aus Berlin zurückgekehrt; Hitler anerkenne, daß Österreich bestehen bleiben müsse; Hitler habe Schmidt zu überreden versucht, Österreich solle gemeinsam mit Ungarn aus dem Völkerbund austreten; zu den ungarischen Revisionsforderungen habe Hhler geäußert, man könne nicht zu gleicher Zeit in drei Richtungen kämpfen. 182. 25. 11. 1936 Brief des ungarischen Gesandten in Warschau an den ständigen StellWarschau Vertreter des Außenministers Er unterbreitet in einer Kopie die vom österreichischen Außenamt herausgegebene Information zum Besuch Ciános in Wien und zur Dreierkonferenz: die Vertreter der drei Staaten haben vereinbart, ihre Beziehungen zu den Nachbarstaaten nur in Form zweiseitiger Wirtschaftsverträge weiterzuentwickeln; Deutschlands Beitritt zum Römischen Protokoll ist nicht zur Sprache gekommen; Ungarn hat 20. II. 1936 Berlin 179. 20. 11. 1936 Budapest 788.