Csönge Attila et al. (szerk.): Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 30. (Szolnok, 2016)
Tanulmányok - Farkas Kristóf Vince: A redemptio centenáriuma - Egy különleges ünnep 1845-ben
KRISTÓF VINCE FARKAS DAS ZENTENARIUM DER REDEMPTION EINE BESONDERE FEIER IM JAHRE 1845 Im Leben der Jazygen und der Kumanen spielt der 6. Mai 1745 eine hervorhebende Rolle, als das die Privilegen zurückgebende Diplom für Redemption von Maria Theresia unterzeichnet worden ist. Auf Grunde der Privilegen kam der aus dem Großkumanien, dem Kleinkumanien und dem Jazygien bestehende Jazygkumanische Bezirk mit dem Sitz in Jászberény zustande. Die Leitung des Jazygkumanischen Bezirkes verband das 100. Jubiläum des Rückerwerbs der Privilegen auch mit der 50. Jahreswende des Amtsversehens vom Palatin Joseph Habsburg. Die Jubiläumsfeier des Jazygkumanischen Bezirkes vom 1845 bietet auf die Bekanntmachung eines repräsentativen Ereignisses der Epoche ausgezeichneten Einblick. Bei der Vorbereitung ist die Geschwindigkeit der Organisation recht auffallend. Es scheint so zu sein, dass die Feierlichkeit in ihrer ganzen Größe vom großmächtigen jazygkumanischen Hauptkapitän, Imre Szluha organisiert und geleitet wurde. Im Laufe des Programmes gab es keine Möglichkeit, spontane Einzelheiten auszuführen, alles war ja reguliert. Der Hochruf des Volkes war zwar wichtig, aber die übertriebenen „Freudenausbrüche” wurden durch die Soldaten gestillt. Fast alle Ereignisse der Feier unterstützen den streng höflich gesinnten, hofestreuen Gesichtspunkt der Leiter des Jazygkumanischen Bezirkes. Um den Rang der Feier zu erheben, erschienen neben den zahlreichen kirchlichen und ämtlichen Persönlichkeiten der Hauptkapitän der Jazygen und Kumanen und der beliebte Palatin Joseph mit seinem kleinen Sohn, dem Erzprinzen Joseph. Mit seiner ungarischsprachigen Rede bereitete der Palatin den Anwesenden eine noch größere Freude. Die Feier war die großangelegteste Feierlichkeit des Jazygkumanischen Bezirkes, im Sitz der Bezirke, Jászberény gab es ja zahlreiche interessante Programme während des von 19. bis zum 21. Mai 1845 dauernden Ereignisses. Im Laufe der Feier kamen es ein spektakler Reiterempfang, feierliche Hochmesse, Festessen, Ball, Pferderennen und auch Husarenwerbung an die Reihe. Natürlich wurde auch ein Volksfest mit Zigeunermusik, Ochsenbraten und angezapften Weinfässen auf ungarische Art veranstaltet. Während der Zeit der Ereignisse wurden ein sehenswerter Triumphbogen, Obelisk und mit Gedichten verzierte bemalte Bilder auf der zentralen Stelle des Festes, auf dem Hauptplatz der Stadt ausgestellt. Als eine der Sehenswürdigkeiten der Feier bekam die Stadtmitte von 71