Zounuk - A Jász-Nagykun-Szolnok Megyei Levéltár Évkönyve 19. (Szolnok, 2004)
ADATTÁR - Győri jános: A Római Katolikus Olvasókör története / 341. o.
JÁNOS GYŐRI DIE GESCHICHTE DES RÖMISCH-KATHOLISCHEN LESEKREISES Das erste schriftliche Andenken aus Jászkísér enthält die ans Budaer Domkapitel geschriebene Urkunde vom Jahre 1391. Diese Urkunde erwähnt zum ersten Mal den Namen der Gemeinde „Kysir" genannt. Zu dieser Zeit war die Bewohnerschaft der Gemeinde katholischer Religion. Die Siedlung liegt auch heute am Rande von Jazygien, - aber sie ist eine klimanische Gemeinde, wie es dr. Ferenc Fodor schreibt. Dessen Folge ist, dass im Jahre 1600 „ Jászkísér gemeinhaftend, aus eigenem Willen, ohne jeglichen Zwang, also ungezwungen zur reformierten Religion übertraf* - wie auch die anderen, in Großkumanien und Kleinkinnanien lebenden Kumanen. Diese Tatsache wird auch durch das Schreiben von János Vándorfi, Pfarrer von Jászapáti, bewiesen: "Jászisér war bis zum Jahr 1769 Filiale von Apáthy mit Pusztakürt zusammen. Es gab da nicht zu viele Katholiker, weil sie unter den unleidlichen Mitbewohnern (Reformierten) auch nicht hätten durchhalten können. Unter den im Jahre 1759 gesamt 1552 Seelen gab es einzwei Zigeuner ausgenommen keine katholischen Landwirte". So begann die Neuansiedelung der Katholiker erst nach dem Freiheitskrieg von Ferenc Rákóczi II. (1703-1711). Die Anzahl der Katholiker vermehrte sich dann immer mehr, während die der Reformierten verminderte. Der Grund dafür war, dass es bei den reformierten Familien wegen des Grundstückerbes nur ein Kind geboren werden konnte, aber die Katholiker hatten 4-6-8 Kinder, obwohl sie bloß Gutsarbeiter oder Halbteilwirtschafter waren. Im Jahre 1769 ernannte Károly Eszterházy Eiiauer Bischop Imre Gregor zum Pfarrer in Jászkisér. Pál Dósa Jazygkapitän nahm zugleich unter seine Obhut die Katholiker gegen die sie nicht mögenden Reformierten. 1773 ließen der Herr Bischop und der Jazygkapitän für die sich vermehrten Katholiker sogar eine Kirche bauen. Für die Zeit des Freiheitskrieges 1848 wohnte schon mehr katholische Bewohner in der Gemeinde als Reformierte. Der Sohn der Gemeinde, János Foltin Erlauer Domherr ließ durch Bodenkauf die Fläche der Kirche erweitern. 1904 wurde die Kirche abgerissen und eine wunderschöne neoromanneogotische Kirche auf Grund der Entwürfe von Virgil Nagy Dozenten aufgebaut. Diese wurde am 7. Oktober 1906 von János Foltin selbst bei einer großen Feier eingeweiht. Zu dieser selbstlosen Spendung wurde ihm von dem 357