Inventare Teil 9. Inventar des Verkehrsarchivs in Wien (1959)

Die Bestände des Verkehrsarchivs: - A. Selekte und Gesamtregistraturen von Hofstellen und Ministerien

46 Die Bestände sind in erster Linie noch für Zwecke der Verwaltung von Nutzen; zur wissenschaftlichen Auswertung kommen sie wohl nur für Ingenieure in Frage. Verschiedene Geschäftsstücke liegen als Vorakten bei den Elektri­sierungsakten der ÖBB und sind somit nicht im Archiv hinterlegt (siehe Seite 75). Verzeichnis: 203 Kartons (1901 bis 1919), davon 194 fortlaufende Reihe und 9 verschiedene größere Studien (Varianten der Tauembahn, Wasserkraft­ausnützung im bayrisch-österreichischen Grenzgebiet usw.), Aktenbezeichnung zuerst „K. k. Eisenbahnministerium (K. k. Eisenbahnbaudirektion)“, später „K. k. Eisenbahnbaudirektion“, Zahlenregistratur mit doppelter Führung in Bruchform: Zähler — EM ZI., Nenner — eigene Zahlen (1902 bis 10.942, 1906 bis 13.846 und 1918 bis 1912); 47 Einreichungsprotokolle, 1 Einreichungsprotokoll vertraulich (hauptsächlich Personalsachen), zwei Indexbücher zum Skontro 1901, 64 Indices (Schema: Ämter und Behörden mit Bauleitungen und Direktionen, Eisenbahnen nach Haupt- und Lokalbahnen getrennt sowie Firmen), 64 Streich­bücher nach EM Zahlen, 19 Streichbücher nach eigenen Zahlen, gleichzeitig als Skartierungsverzeichnisse, (Skartierung 1932 im Anschluß an das Eisenbahn­ministerium durchgeführt) und ein Fremdennummembuch. Archivbezeichnung: III Gb. 11. Bundesministerium (Staatsamt) für Verkehrswesen (1918-1923). Nach dem Beschluß der Provisorischen Nationalversammlung für Deutsch­österreich vom 30. X. 1918 über die grundlegenden Einrichtungen der Staats­gewalt sollten verschiedene Staatsämter, darunter ein eigenes für das Ver­kehrswesen errichtet werden (STGB1. 1). Zum neuen Staatssekretär wurde der christlichsoziale Politiker Ing. Karl Jukel (nachher langjähriger Landtags­präsident von Niederösterreich) bestellt, dem bereits ab 8. XI. der Sektionschef im Eisenbahnministerium Ing. Bruno Enderes als ressortkundiger Unter­staatssekretär beigegehen wurde. Nach den Geschäftsbüchern nahm das Staatsamt für Verkehrswesen am 3. XI. 1918 (Präsidium 6. XI.) seine Amts­tätigkeit auf, sodaß bis zur Ausrufung der Republik am 12. XI. zwei oberste Eisenbahnbehörden in Wien Funktionen ausübten. Während dieser Über­gangszeit sind 620 Geschäftsfälle beim Eisenbahnministerium und 100 beim neuen Staatsamt (allgemeine Akten) protokolliert, ohne daß — abgesehen vom territorialen Gesichtspunkt — irgendeine Abgrenzung zu erkennen ist. Für die allerersten Tage sind ferner keine schriftlichen organisatorischen Verfügungen erlassen worden; tatsächlich übernahm das Staatsamt für Ver­kehrswesen zunächst die Geschäftseinteilung des Eisenbahnministeriums, ohne größere Änderungen sowohl in sachlicher als auch in persönlicher Hinsicht: Präsidium, Sektion la) Eisenbahnkonzessionswesen, lb) Eisenbahngesetz­gebung, 2 a) Administratives, 2 b) Finanzielles und Statistik, 3) Kommer­zielles, 4) bautechnische Angelegenheiten, 5 a) Verkehrssachen und 5 b) ma­schinentechnische Angelegenheiten. In Anpassung an die anderen Bedürfnisse des neuen Staatsgebildes folgte schrittweise eine Vereinfachung der Geschäfts­

Next

/
Oldalképek
Tartalom