Inventare Teil 8. Inventar des Kriegsarchivs in Wien (1953)

II. Band - 1. Die Feldakten

10 sich mit der Zeit die Gruppen J, Ru, Albanien (Verwaltung) und Westfront (österr.-ung. Truppen daselbst) zugesellten. Ferner gehörten hieher eine Kriegsgliederungsgruppe, die Militärverwaltungsgruppe der okkupierten Ge­biete, eine Gruppe für innenpolitische Angelegenheiten und der Generalstabs­offizier für allgemeine Angelegenheiten. Die Generalstabsabt. hatte im allge­meinen die Armeeversorgung auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen (mate­rielle Evidenzen und Situationsberichte), sowie die Verteilung der Etappen­kommandos und -Truppen, Dienstvorschriften und den Abbau der Fronten, organisatorische und Demobilisierungsfragen zu bearbeiten. Der Verwaltungs­gruppe oblagen im besonderen die wirtschaftlichen und militärischen (nicht operativen) Angelegenheiten der besetzten Gebiete, die wirtschaftliche Aus­nützung derselben und die Auswertung ihrer Volkskraft für Arbeitszwecke. Ferner waren der Generalstabsabt. angeschlossen die Artillerie-, Sappeur-, Kraftfahr- und Train-Gruppe, das Pionierreferat, eine Personalgruppe und das Referat der Militärgeistlichkeit; der Sanitätschef; die Intendanz mit den Untergruppen: Verpflegungsgruppe, Gruppe für Bekleidung und Ausrüstung, Rechnungsgruppe (Geldangelegenheiten, Rechnungskontrolle, Budget- und Schlußrechnungen der Militärverwaltung, Kriegsanleihe), die Rohstoff gruppe; das J ustizreferat (ab 1917 der Präsidialabt. des AOK. ange­schlossen, Aktenverzeichnis siehe dort); der Kanzleidirektor mit den unterstellten Hilfsämtern und dem Platzkommando der QuAbt., sowie dem Feldgendarmeriestabsoffizier. (Das Feldgendarmeriereferat trat später zur Kriegsgruppe). Im weiteren Verlauf des Krieges ging die bisherige Generalstabsabt. ihrer Auflösung entgegen. Im Frühjahr 1917 wurden die Artillerie- und die Technische Gruppe (Pionier- und Sappeurreferat) der Operationsabt. ange­gliedert. Zurück blieb lediglich ein Ingenieurreferat. Die Organisationsgruppe wurde mit der Operationsabt. vereinigt. Die Verwaltungsgruppe und die Personalgruppe wurden selbständig. Letztere wurde 1918 dem Chef des Ersatzwesens angegliedert19). So blieb nur noch die „Kriegsgruppe“ mit den restlichen Referaten übrig, die nunmehr ihrerseits an die Stelle der General­stabsabt. trat. Neu aufgestellt wurde dafür mit dem 5. 11. 1917 die Wirt­schaftsgruppe, die für die Land- und Forstwirtschaft, das Berg- und Hüttenwesen im Bereich der Armee im Felde, für die Versorgung der Armee mit Holz und Kohle (an der Karstfront auch mit Wasser) und dann auch für die allgemeinen wirtschaftlichen Fragen verantwortlich war. Zu Beginn des letzten Kriegsjahres gliederte sich demnach die QuAbt. des AOK. folgend: die Kriegsgruppe, die Verwaltungsgruppe, die Wirt­schaftsgruppe, die ukrainisch-rumänische Gruppe (aus der dann im Sommer 1918 die selbständige Ukraineabt. hervorging20), die politische Gruppe, der Sanitätschef, die Intendanz und der Kanzleidirektor mit den Hilfsämtern und dem unterstellten Platz­kommando. Die Registratur der Akten des EOK. erfolgte bei Kriegs­beginn nach den Vorschriften des Dienstbuches E—53, Beilage 11. Demnach wurden Akten nicht operativen Inhaltes unter gewöhnlichen EOK.Nr. (ab i») Qu.Nr. 6728 res. v. 1. 2. 1918. 2«) Siehe S. 15 f.

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