Inventare Teil 8. Inventar des Kriegsarchivs in Wien (1953)
II. Band - 1. Die Feldakten
7 mit Wirkung vom 1. 10. 191813) der Chef des Luftfahrwesens hinzu. Das Kriegspressequartier unterstand seit dem 15. Juli 191714) als selbständige Dienststelle unmittelbar dem AOK. Ebenfalls dem Chef des Gstbs. unmittelbar unterstellt war die erst im Frühjahr 1918 geschaffene Feindpropaganda-Ab- wehrstelle des AOK. c) Die einzelnen Abteilungen und Dienststellen des AOK.: Die Operationsabteilung. Wenn auch jedem in der Operationsabt. eingeteilten Offizier ein bestimmtes Referat zugewiesen war, so bildete die Abteilung doch zunächst ein geschlossenes Ganzes. Lediglich die Referenten der einzelnen Kriegsschauplätze bildeten Untergruppen. Es ergaben sich demnach mit der Zeit die Kriegsgruppen R(ußland), B(alkan), I(talien) und Ru(mänien), zu denen noch ein Marine- und Pressereferat traten. Ein eigenes Referat bildete auch die Deutsche Westfront. Im März 1917 wurde die bisher bei der QuAbt. des AOK. bestehende Technische Gruppe aufgelöst und der Operationsabt. angegliedert15). Ihr oblagen die Evidenz der technischen Truppen, der Ausbau von Stellungen, Beschaffung von Nahkampfmitteln, Befestigungen und Wasserdienst. Kurz vorher war das Artilleriereferat der QuAbt. des AOK. in die Artilleriegruppe der Operationsabt. umgewandelt worden 16). Ihr blieb aber auch weiterhin neben den artilleristischen Aufgaben die Eisen- und Kohlenbewirtschaftung übertragen. Ebenfalls 1917 wurde bei der Operationsabt. die Luftfahr- und Gasgruppe aufgestellt, aus der im Oktober 1918 der Chef des Luftfahrwesens als selbständige Abteilung hervorging17). Die Organisationsreferate des OOK. und EOK. wurden zu einer gemeinsamen Organisationsgruppe innerhalb der Operationsabt. vereinigt. Der Radioleitung unterstanden die Radiofronten Austro-Nord, -Ost, -Süd und -West zur Kontrolle des feindlichen Radioverkehrs. 1918 traten zu diesen Gruppen noch die neugebildete Heimkehrergruppe und eine Ausbildungsgruppe. Die Registratur der Akten erfolgte in einer vom Kriegsbeginn bis 1918 durchlaufenden Reihe von Op.Nr. Die Nr. 1—50.000 (Juli 1914 bis Ende Februar 1918) enthalten allgemeine Angelegenheiten und Akten der verschiedenen Kriegsgruppen, wobei der Kriegsgruppe J geschlossene Nummern - gruppen Vorbehalten waren. Diese reservierten Op.Nr. der J-Gruppe wurden in eigenen Protokollen geführt (Fasz. 590). Mit dem Zuwachs immer neuer Gruppen wurden nun von Op.Nr. 50.000 an den neu hinzukommenden Gruppen bestimmte Op.Nr. zugewiesen. Es erhielten: die Technische Gruppe die Nr. 50.001—60.000, 150.001—160.000, 250.001—260.000; die A r t i 11 e r i e- gruppe die Nr. 60.001—92.000, 160.001—192.000; die L u f t f a h r- und Gasgruppe: die Nr. 92.001—95.000, 97.001—100.000, 192.001—195.000, 197.001—200.000; die Organisationsgruppe die Nr. 100.001 bis 130.000 die Heimkehrer gruppe die Nr. 130.001—140.000. Ab Februiar 1918 erhielten die Kriegsgruppen zusammen mit dem Presse- und dem Marinereferat die Nr. 140.001 bis 150.000 13) Op. Nr. 194.500. 14) Op. Nr. 41.768/1. 15) Op. Nr. 39.279. 16) Op. Nr. 37.696. 17) Siehe S. 16.