Inventare Teil 7. Inventar des Wiener Hofkammerarchivs (1951)

Die Bestände des Wiener Hofkammerarchivs - 17. Siebenbürgische Kommissionsberichte (1700-1703) - 18. Reichsakten (16. bis 18. Jahrhundert)

18. Reichsakten 57 Ihrer Herkunft nach ist die Abteilung „Reichsakten“ ein Selekt zunächst aus „Hoffinanz“ und „Niederösterreichischer Kammer“. Der Zeitpunkt dieser Absonderung, die nach dem territorialen Betreffgrundsatz durchgeführt wurde, ist nicht feststellbar. In Fasz. 51 liegt ein auf Folie 1 als „Repertorium 14“ über Reichssachen. Anno 1658”, auf Folie 2 als „Reichs-Repertorium de anno 1642” bezeichnetes, 50 Folien umfassendes alphabetisches Schlagwort­verzeichnis, dessen Seitenzahlen auf eine verloren gegangene Handschrift (viel­leicht eine Art Regestenwerk) verweisen. 1775, bei ihrer Auffindung, waren die aus „Hoffinanz” und „Niederösterreichischer Kammer“ erhobenen Akten bereits mit der Registratur des Erzherzogs Leopold Wilhelm (1614—1662), zuletzt Statthalters der Niederlande, vermischt. Bis längstens zum Jahre 1833 x) ist dann die Abteilung „Reichsakten“ in jene Ordnung gebracht worden, die sie heute noch aufweist. Die Buntheit der sachlichen Betreffe — das Ordnungs­prinzip war ja ein territoriales; es erstrebte die Zusammenfassung aller im Hof kammerarchiv befindlichen, auf das Reich sich beziehenden Akten (allerdings mit starken Einstreuungen auch anderer, vornehmlich habsburgisch-erb- ländischer Belange) — spiegelt die nachstehende Übersicht * 2 3) wider. Die Be­nützung des in seiner alten Gliederung belassenen Bestandes erleichtert ein die Einzelstücke regestierendes Verzeichnis, das durch einen Sach- und Namensindex aufgeschlossen wird. Fasziku- latur a) 1 Altdorf bei Ettenheim (Lehen), 1654—1696 Amorbach (Prälatur), 1594 Arnasco (Reichslehen), 1601—1608 Arnburg (Grafschaft), 1587—1610 Aalen (Reichsstadt), 1561—1653 Avula, Bibola und Mons Vallis (Reichslehen in Toskana), 1617 bis 1621 2 Aachen (Ungarische Kapelle), 1606 Aachen (Reichsstadt), 1652 Augsburg (Reichsstadt), 1531—1654 Augsburg (Bistum), 1545—1654 3 Braunschweig (Stadt), 1587—1617 Braunschweig (Herzogtum), 1528 bis 1652 4 Baden (Markgrafen), 1553—1679 Bamberg (Bistum), 1334—1656 5 Bremen (Stadt), 1568—1602 Bremen (Erzbistum) und Verden (Stift), 1556—1635 6 Basel (Stadt), 1535—1616 Basel (Bistum), 1522—1733 Baugelder, 1552—1576 Berchtesgaden (Stift), 1544—1644 Fasziku­latur Besangon (Erzbischof), 1559—1575 Besangon (Stadt), 1562—1630 Biberbach (Herrschaft), 1515—1601 Bibrach (Stadt), 1544—1615 Brandenburg in Schwaben (Schloß), 1537 Brandschatzung im Reiche, 1526 bis 1527 Braunschweig 1526—1527 Breisgau, 1370—1743 Buchau (Abtei), 1535—1583 7 Chiemsee (Bistum), 1333—1373 8 Dinghof (Reichslehen), 1584 Dippichheim (1653) Donauwörth (Stadt), 1563—1565 Dortmund (Stadt), 1568—1582 Dinkelsbühl, 1561—1675 Nieder-Eisenburg, 1585 Erzherzog Ferdinand, 1595 Frankfurter Wahl, 1619 Fugger, 1594 Kaufbeuren (Stadt), 1615 Löwenstein (Grafschaft), 1575 Ponikau (Reichspfennigmeister), 1650 bis 1651 J) Ein 1833 angelegter Archivbehelf (Handschrift Nr. 2) kennt bereits die heutige Fasziku- lierung. 2) Diese Übersicht, die in ihrer heute noch in Gebrauch stehenden Gestalt hier abgedruckt wird, bringt die Eigennamen der Personen und Orte vielfach in ihrer alten Form und Schreibweise. 3) Die Faszikulaturen 81—85, 94, 95, 105, 106, 108—110, 119, 121—124, 132, 137, 153 bis 155, 195—197 fehlen. — Es muß betont werden, daß einzelne Betreffe mehrmals Vorkommen, daher zur vollständigen Erfassung des gesamten Materials über einen bestimmten Gegenstand die Durchsicht des ganzen Verzeichnisses notwendig ist.

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