Inventare Teil 7. Inventar des Wiener Hofkammerarchivs (1951)
Die Bestände des Wiener Hofkammerarchivs - 49. Stadt-Wiener-Proviantierungsakten (1767-1776) - 50. Geheime Ministerialakten (1814-1825) - 51. Bayrisch-österreichische Akten (1442-1804)
Kollowrat und seinen Helfern das kaiserliche Wohlgefallen für die „so interessanten als mühesamen Bearbeitungen“ ausspricht. 49. Stadt-Wiener-Proviantierungsakten — 50 Geheime Ministerialakten— 149 51. Bayrisch-österreichische Akten 49. Stadt-Wiener-Proviantierungsakten (1767—1776) Im Juli 1767 wurde von Maria Theresia „bei der eingerissenen hiesigen (in Wien) Brodtheuerung“ ein Mehlmagazin geschaffen und eine Hofkommission zur Verrichtung „aller dahin einschlagenden Geschäften“ aufgestellt. Diese Hofkommission, die besonders an die „in Wienerischen Wirtschaftssachen verordnete Commission“ dekretierte und mit einer bei der kgl. ungarischen Kammer in Preßburg errichteten gleichartigen Kommission korrespondierte, stand unter dem Präsidium eines Grafen Caraffa, dem der Hof kammerrat Johann Adam Mayer beigegeben, war. Sie wird häufig auch als „Magazins-Hofkommission“ bezeichnet. Der Aktenniederschlag dieser bis 1776 bestehenden Kommission umfaßt sieben Faszikel und zwei Protokolle mit einem Resolutionsbuch. 50. Geheime Ministerialakten (1814—1825) Dieser kleine Bestand 1) stellt sich als die Präsidialregistratur des Grafen Philipp Stadion (gest. 15. Mai 1824) und des ihm folgenden Grafen Michael Nadasdy aus ihrer Tätigkeit als Finanzminister dar. Wie alle „Präsidialakten“ sind auch diese ein buntes Gemisch verschiedenster Betreffe und dementsprechend von unterschiedlichem Quellen werte. Die Akten liegen jahrweise gebündelt und nach Zahlen geordnet, die erhalten gebliebenen originalen (Registraturs-)Protokolle erleichtern die Benützung, als letzte Unterbindung ist ein zum Teil aus „E.-Akten“, zum Teil aus Stücken nicht erkennbarer Provenienz gebildetes Konvolut angeschlossen, das Material zu den Bemühungen um die finanzielle Sanierung des Feldmarschalls Fürsten Karl von Schwarzenberg in den Jahren 1818—1820 enthält. 1 Faszikel. 51. Bayrisch-österreichische Akten (1442—1804) Am 12. August 1858 übernahm das Hofkammerarchiv zwei vom Ministerium des Äußern übermittelte Aktenpakete 2) „zur Reponirung“ 3). Einige, bayrisch- österreichische Grenzregulierungen betreffende Stücke wurden an das Archiv des Ministeriums des Innern (heute Verwaltungsarchiv) abgegeben, die verbleibenden Akten, deren Hofkammerprovenienz zweifelsfrei war, wurden aber nicht auf die entsprechenden Bestände aufgeteilt, sondern wegen der ,) Früher „E.-Akten“. 2) Früher betitelt: „Verträge mit Bayern, Passau und Salzburg, betreifend den Salzhandel, Mautordnung, Weinaufschlag, Grenzregulierung, Stiftungskapitalien und Lehenbriefe. 1366—1804.“ 8) Archivverhandlungen, Z. 646 ex 1858.