Inventare Teil 5. Band 7. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)

Belgien, von Oskar Schmid

II. Niederländische Urkunden. 87 Stücken, die, abgesehen von eventuellen Vermerken auf den Urkunden selbst, Aufschlüsse hätten bieten können, vielfach fehlten, und daß, wie die Direktion damals zu erkennen gab und wie es vermutlich wirklich zu­traf, eine Reihe von Stücken ohne das dazugehörige Repertorium eingelie­fert worden war. In dem vorliegenden Fall wußte man sich daher nicht anders als durch Anlegung neuer Repertorien zu helfen. Die Aufstellung des Reperto­riums XX A olim XXIIIA (AB. 402,1 Nachtrag Niederländischer und Loth­ringischer Urkunden 1196—1724) war daher nichts anderes als eine Ver­legenheitsmaßnahme; außerdem wurde dem Zuge der damaligen Zeit, dem Streben nach Betreffs- und nicht nach Provenienzrepertorien Rechnung tragend, eine Anzahl von Urkunden, absonderlicherweise gerade solche, die eben erst im genannten Repertorium XX A olim XXIIIA (AB. 402) Auf­nahme gefunden hatten, in das nur wenig später angelegte Repertorium XVIII olim XX (AB. 401), Repertorium über Reichsurkunden, eingetragen, da eben 36 Stück der Niederländischen Urkunden Beziehungen zu den deutschen Kaisern und zum Reich aufwiesen.1 2 Ohne Rücksicht auf eine Doppel- oder Dreifachreihung setzen sich also die Niederländischen Urkunden, soweit ihre Provenienz feststellbar war, aus folgenden ursprünglichen3 oder künstlich geschaffenen Beständen zu­sammen, nämlich aus: Repertorium XXII olim XXV, Niederländische Urkunden in holländi­scher Sprache (AB. 404) mit etwa 220 Stück;4 Repertorium XX A olim XXIIIA, Nachtrag Niederländischer und Loth­ringischer Urkunden 1196—1724 (AB. 402) mit etwa 140 Stück;5 Repertorium XIX olim XXI Band 2, Procés verbal de la reconnais­sance des titres et documents tirés du tresoir des chartes de l’ancienne chambre des comptes ä Lille (AB. 192/2) mit etwa 100 Stück;6 Repertorium XVIII olim XX, Repertorium über die Reichsurkunden (AB. 401) mit etwa 32 Stück;7 in weiteren Abständen folgen dann: 1 Vgl. Bd. I S. 242. 2 Die Zahl ist heute durch die Auslieferungen auf 32 gesunken. Wie man sich nach genauerer Betrachtung in AB. 401 selbst überzeugen kann, war eine große Anzahl der in Rep. XVIII olim XX (AB. 401, vgl. die Ausführungen bei Kletler, Bd. Ill S. 99, 100) eingetragenen Urkunden, insbesondere was die niederländische Provenienz betrifft, kaum jemals zu einem Bestand vereinigt gewesen. AB. 401 bildete daher vielfach lediglich ein „Verzeichnis“ der Reichsurkunden. Vgl. auch Bd. I S. 242. 3 Als provenienzgemäß zusammenhängende Bestände sind nur die in den Rep. XXII (AB. 190), XXII olim XXV (AB. 404) und eventuell noch in XIX olim XXI (AB. 192) und Rep. P (AB. 195) verzeichneten zu betrachten. 4 Davon sind je 4 Stück auch in AB. 402 und in AB. 401, 1 Stück in AB. 195 sowie 1 Stück in AB. 402 und AB. 401 eingetragen. 10 Stück des vorliegenden Bestandes (eingetragen auch in AB. 401) gerieten in die Allgemeine Urkundenreihe (Bd. Ill S. 9), eine größere Anzahl ferner in die Abteilung Belgien, Rep. DD, Abt. B, Fasz. 231, 234—239. Vgl. unten III k. 5 Davon sind 4 Stück auch in AB. 404, 24 Stück in AB. 401, 4 Stück in AB. 190, 3 Stück in AB. 190 und AB. 401 und 1 Stück in AB. 404 und AB. 401 eingetragen. Vgl. auch Bd. Ill S. 99. 6 Davon ist 1 Stück auch in Rep. P (AB. 195) eingetragen. 7 Davon sind 4 Stück auch in AB. 404, 24 Stück in AB. 402, 1 Stück in AB. 404 und AB. 402 und 3 Stück in AB. 190 und AB. 402 eingetragen. In Rep. XVIII finden

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