Inventare Teil 5. Band 6. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)
Die Handschriftenabteilung von Fritz Antonius
198 Die Handschriftenabteilung. Bände der erwähnten „Strakischen Manuskripte“. Die Zahlen der abgegebenen Einheiten seien hier nochmals angeführt,1 es sind die Hs. Böhm 181,2 183,3 184, 185, 187, 189,4 190,5 192,5 193, 194, 197,5 198,6 199,5 200, 201, 202, 204, 205,“ 229, 230,5 231,4 232, 233,5 238, 239, 240 und Suppi. 700.7 Von den vier Bänden böhmischer Provenienz, die abgesehen von dem Restbestand Straka heute noch in der Sammlung vorhanden sind, sind drei im Jahre 1874 durch den Archivalientausch mit Preußen ins StA. gekommen. Es sind die Bände Suppl. 444, 445 und 454, von denen der erste und letzte offenbar zur schwedischen Aktenbeute von 1648 gehören,8 während Suppl. 445 aus dem Kloster Sagan stammt. Der vierte Band, ein Wappenbuch der Krön Behaim von 1596, wurde 1929 aus Linz eingetauscht. Er dürfte wohl in der böhmischen Kanzlei entstanden sein. Ungarn. Auch ungarische Provenienzen sind nur noch vereinzelt in unserer Sammlung zu finden, nachdem die meisten Bände dieser Herkunft im Jahre 1927 an Ungarn abgetreten worden sind.9 Es wurden damals ausgeliefert die Handschriften Böhm 244, 245, 246, 247, 249, 250, 251, 252, 253, 254, 255, 256, 259, 260, 261, 262, 263, 264, 265, 266, 267, 268, 269, 275, 276, 277, 278, 279, 291,10 * 292, 303, 305, 309, 310, 314, 316, 317, 318, 320 und Suppl. 1191. Was übrig blieb, waren vor allem die von der Auslieferung nicht betroffenen restlichen Bände der Sammlung Kollár:11 Böhm 5, 248, 257, 258, 270, 271, 272, 273, 274, 277 (Bd. 1, 3, 5, 7), 283, 284, 286, 287, 293, 294 sowie eine Anzahl weiterer Hungarica, deren Herkunft sich zumeist nicht näher bestimmen läßt. Es gehören hierher unter anderem die Handschriften Böhm 281 und 282, beide aus der Kanzlei Ferdinands I., 285, aus der Hofbibliothek 1749 übernommen,12 295, 298, 307 und 308, letztere zwei vielleicht in der österr. Hofkanzlei entstanden, 312 aus der Sammlung Hüttner, 313 und 315 aus der Kanzlei Ferdinands I., 883, Landtagsakten, 905, 995, letztere vielleicht ebenfalls zu den Landtagsakten gehörig, 1002, 1011, 1075; Suppl. 505, 506, 1097, 1098, 1172, 1194, 1213, letzterer Band, ein Status der ungarischen Hofkanzlei, im Jahre 1892 angekauft. K. Österreichische Herrschaftsarchive. Bei einer Anzahl von in der Handschriftensammlung vorfindlichen Urbaren, Dienstbüchern, Gedenkbüchern u. dgl. läßt sich heute nicht mehr entscheiden, ob sie irgendeinem größeren geistlichen oder weltlichen Archivbestand angehört haben. Sie können daher nur als eigene Provenienzen hier aufgezählt werden. So haben wir in Suppl. 1216 ein Dienstbuch der Herrschaft Dürrnstein vor uns aus der Zeit von 1523—1606. In Suppl. 387 ein Urbar der Herrschaft Falkenstein in Oberösterreich von 1570, das Josef Chmel dem Archiv gespendet hat und das möglicherweise aus 1 Vgl. oben S. 167f. 2 30 Bände Sammlung Borschek; vgl. dort. 3 Aus der Hofbibi. 1749; vgl. dort. 4 Aus der österr. Hofkanzlei; vgl. dort. 5 Sammlung Straka; vgl. dort. 6 Sammlung Dumont; vgl. dort. 7 Karmeliterkloster. 8 Vgl. unten Abschnitt Sammlungen, Nostiz. 9 Vgl. oben S. 168. 10 Aus der Sammlung Straka; vgl. dort. n Vgl. unten Abschnitt Sammlungen, Kollár. 12 Vgl. unten Abschnitt Sammlungen, Hofbibliothek.