Inventare Teil 5. Band 6. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1938)

Die Handschriftenabteilung von Fritz Antonius

194 Die Handschriftenabteilung. Bertonis Handbuch über die Vorrechte, Begünstigungen und Obliegenheiten der an auswärtigen Höfen akkreditierten Gesandtschaften, und S u p p 1. 1230, das Referat des k. k. Finanzrats Dr. Chiari über den Wienerwald, beide dem Archiv des Obersthofmarschallamts entnommen. Dann S u p p 1. 1267, ein Evangeliar Kaiser Franz’ I., das in den Zeremonialakten des Obersthofmeisteramts aufgefunden worden war. Was an handschriftlichen Bänden insbesondere aus diesem letzteren Archiv etwa früher schon ausgeschieden und in die Sammlung eingereiht worden ist, ließ sich leider nicht ermitteln. Im Obersthofmeisteramt entstanden zu sein scheint jedenfalls der Band Suppl. 417, ein Vormerkbuch über den Hofstaat des Erzherzogs Matthias aus den Jahren 1582—1600, der aller­dings auf dem Weg über das Hofkammerarchiv1 im Jahre 1870 ins StA. gelangt ist. Zu den Beständen des Oberstkämmereramts endlich gehören Suppl. 377, eine Denkschrift über den Bau der Votivkirche, und Suppl. 778, letztere wohl den Theaterakten entnommen. H. Haus-, Hof-und Staatsarchiv. Die Arbeiten der Archivbeamten sind schon im ersten Band des Ge­samtinventars (S. 1—166) ausführlich behandelt. Hier erübrigt nur eine alphabetisch nach den Namen geordnete Zusammenstellung der Manu­skripte, die von den einzelnen in die Handschriftensammlung gelangt sind, wobei im übrigen auf den ersten Band verwiesen sei. Arneth : Aus seinem Nachlaß stammt das Manuskript seines Vaters zur „Geschichte Österreichs“, Suppl. 1200. — C h m e 1: Böhm 955, die Abschrift eines österr. Gültbuches, in Chmels Nachlaß gefunden. — Emmert: Böhm 878 und 916, erstere Handschrift noch aus seiner Salz­burger Zeit stammend. — Gassier: Von seiner Hand sind die Bände Böhm 70, 362, 363, 364, 451, 469, 571, 943 und wohl auch ein Teil von Suppl. 1153. — Hör may r : Böhm 740, von ihm verfaßt, aber nicht von seiner Hand geschrieben. — Knechtl: Böhm 989, eine Zusammenstel­lung über die Erwerbung der einzelnen österr. Länder. — Kubitschek: Böhm 234, vier Hefte Auszüge zur Geschichte Wallensteins. — Rein­hart: Von ihm stammen die Handschriften Suppl. 516, 644 und 898. — Roschmann: Von den Handschriften Böhm 36, 435, 445, 452, 458, 474, 507, 946 und Suppl. 948 sind Nr. 435—507 während Roschmanns Inns­brucker Zeit entstanden, und zwar stellen 435, 458 und 507 von ihm be­glaubigte Abschriftenbände dar. Nr. 36, 946 und Suppl. 948 sind in Wien verfaßt. Das letztere Heft war, einer Bemerkung Böhms im AB. 446 zu­folge, seit dem Jahre 1868 beim Geschäftsstück der Registratur des Staats­archivs Z. 20 aus 1789 eingelegt und ist erst durch Goldmann wieder in die Handschriftensammlung gekommen. — Rosenthal: Von ihm ließen sich folgende Bände in der Sammlung feststellen: Böhm 203, 304, 311, 587, 886, 887, 898, 899, 900, 947 und Suppl. 1085. Genaue Schriftvergleichung dürfte ihn wohl als den Verfasser noch weiterer in der Sammlung erliegen­der Denkschriften erkennen lassen. — Schmidt: Die Bände Böhm 144, 1 Er trug die Signatur des Hofkammerarchivs D 59.

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