Inventare Teil 5. Band 4. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1936)
Reichsarchive von Lothar Gross
Kaiserliche Räte — Miscellanea der Reichshofkanzlei. 371 katalog (AB. 243 b) anlegten, der Abteilung eingegliedert (Fasz. 317—325). Vielleicht läßt jedoch das von Knechtl angelegte, gleich zu erwähnende Nachtragsverzeichnis den Schluß zu, daß auch andere umfangreichere Zuwächse erfolgten. Zur ganzen Sammlung besteht ein noch in der Reichskanzlei angelegter Katalog in acht Bänden, der nach Reichsständen und Sachgruppen geordnet ist und durch ein heute nicht mehr gültiges Verzeichnis der Deduktionen nach den einzelnen Volumina, einen von Knechtl verfaßten Band über Nachträge und ein Hauptserie und Nachträge umfassendes Sach- und Namensregister vervollständigt wird (AB. 90/1—11). Ein von Thomayr 1880 verfaßtes Aufstellungsverzeichnis (AB. 31/7) zeigt die gegenwärtige Aufstellung der Sammlung. Inhaltsverzeichnis: Deduktionen, Fasz. 1—325. Geschriebene Zeitungen. Diese Abteilung ist wohl großenteils aus den den diplomatischen Berichten als Beilagen beigegebenen sogenannten geschriebenen Zeitungen und verwandtem Material gebildet worden. Allerdings befand sich bereits in der Reichshofratsregistratur ein drei Faszikel umfassender Bestand derartiger Zeitungen, der wohl den Grundstock für die Sammlung abgab. Er wurde sogleich bei der Übernahme dieser Registratur ins Archiv übertragen und gelangte später in die Filiale B. In den folgenden Jahren muß er dann besonders stark vergrößert worden sein. Er erhielt Zuwachs bei der Bearbeitung der Miscellanea durch Bitermann und aus der sogenannten zweiten Abteilung der Reichsakten wurden u. a. die „Neuigkeiten aus Wien 1780—1783“, wie ein Vermerk Paukerts im AB. 106 zeigt, ihm einverleibt. Die Bände in den heutigen Fasz. 2—6 stammen aus der Bibliothek Seckendorf! und dürften wohl mit dem Nachlaß des Feldmarschalls Grafen Friedrich Heinrich Seckendorffi aus Meuselwitz nach Wien gelangt sein. Schon früher war aus der Handschriftensammlung, zumindest vorübergehend, eine Abgabe erfolgt. Als Thomayr 1881 ein Aufstellungsverzeichnis über die Abteilung anlegte (AB. 31/5), umfaßte dieselbe nicht weniger als 18 Faszikel. Nadherny hat dann einen großen Teil dieser Faszikel aufgelöst und das Material, das wohl auch manches umfassen mochte, das nicht als Zeitung anzusprechen war, in verschiedene Abteilungen, wahrscheinlich meist in die Diplomatische Korrespondenz, eingeteilt. Über den jetzigen Stand der Abteilung unterrichtet das von ihm angelegte und von Schwab ergänzte Aufstellungsverzeichnis (AB. 31/5). Inhaltsverzeichnis: Geschriebene Zeitungen 1553—1783, Fasz. 1 bis 8, 10. Miscellanea der Reichshofkanzlei. Unter dieser Bezeichnung sind die Reste der Miscellanea der Reichshofkanzlei sowie der Miscellaneenserien des Reichshofrates zusammengefaßt. Es ist darunter auch viel fragmentarisches und minderwertiges Material erhalten. Der Bestand wurde kürzlich, soweit es seine Zusammen24*