Inventare Teil 5. Band 4. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs (1936)
Reichsarchive von Lothar Gross
Schwäbische Kreisakten — Kaiserliche Räte. 369 Schwäbische Miscellanea. Die Abteilung erscheint unter dem gleichen Namen bereits im Verzeichnis der 1815/16 aus Paris nach Wien zurückgeschafften Archivalien der Reichshofkanzlei in der größeren Aktengruppe der Schwäbischen Kreisakten in der Stärke von 20 Liassen. Sie hängt provenienzmäßig und inhaltlich aufs engste mit den Schwäbischen Kreisakten zusammen und gehört eigentlich zu dieser Abteilung. Dem entspricht es auch, daß sie bei der Neuaufstellung und Repertorisierung der Reichshofkanzleiakten als Gruppe J den Gruppen A—H der Schwäbischen Kreisakten angeschlossen wurde. Das Repertorium wurde von Rosner verfaßt (AB. 106) und ist verhältnismäßig eingehend gehalten. Auch in ihrer Unterbringung erfuhren die Schwäbischen Miscellanea die gleiche Behandlung wie die Kreisakten. Veränderungen scheinen an dieser Abteilung, die eigentlich keine selbständige Daseinsberechtigung besitzt, so gut wie gar keine vorgenommen worden zu sein. Inhaltsverzeichnis: Schwäbische Miscellanea 1744—1778, Fasz. 1 a bis 11 c. Geheime Räte. Diese Abteilung der Reichshofkanzlei, zu der sich eine Parallelabteilung in der Staatskanzlei findet, wurde vom Archiv mit der Reichshof- ratsregistratur übernommen. Schon im StA. hat dann Matth. Nowotny ein sehr genaues Repertorium (AB. 63) über diese Akten angelegt, das uns heute noch als ausgezeichneter Behelf dient. Bereits wenige Jahre später wurde die ganze Abteilung dem Ministerium des Äußern übergeben, das die Akten wohl aus praktischen Gründen benötigte. Von dort gelangten sie zusammen mit den den gleichen Gegenstand betreffenden Akten der Staatskanzlei wieder ins Archiv zurück und wurden in einer Reihe, die demnach Akten beider Provenienzen umfaßte, aufgestellt. Zu dieser Abteilung legte Winter 1879 ein Aufstellungsverzeichnis an (AB. 31/6). Erst 1913 wurde von L. Groß an der Hand des obenerwähnten Repertoriums Nowotnys und auf Grund der Kanzleimerkmale der Akten eine Trennung der Provenienzen vorgenommen und zwei gesonderte Abteilungen geschaffen. Über die der Reichskanzlei liegt ein neues Aufstellungsverzeichnis vor (AB. 31/6). Inhaltsverzeichnis: Dekrete A—Z (1607—1806), Karton 1—7; Referate, Noten und kaiserliche Handbilletts 1745—1805, Karton 7, 8; Promotionen 1765—1780, Karton 8; Taxsachen 1750—1782, Karton 8; Memo- rialien betreffend Bestätigung der Geheimen Ratswürde A—Z (1745—1765), Karton 8; Memorialien betreffend Verleihung der Geheimen Ratswürde A—Z (1612—1793), Karton 8; Eidesformeln, Karton 8; Listen 1588—1792, Karton 8—10; Miscellanea 1665—1793, Karton 10. Kaiserliche Räte. Eine kleine, ebenfalls aus der Reichshofratsregistratur stammende Abteilung, die im wesentlichen die Konzepte der Dekrete über die Ver24 Inventare des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Bd. 4.