Hidrológiai Közlöny 1963 (43. évfolyam)

5. szám - Dr. Vitális Sándor: Bogdánfy Ödön és a Magyar Hidrológiai Társaság

360 Hidrológiai Közlöny 1963. 5. sz. Bogdánfy Ödön ÖDÖN BOGDÁNFY 1863—1944 Die Ungarische Hydrologische Gesellschaft ge- . dénkt voll Ehrerbietung der 100. Jahreswende der Geburt des grossen ungarischen Hydrologen. Er war Ingenieur des staatlichen Wasserdienstes und am Ende seiner Dienstlaufbahn dessen Leiter, an der Budapester Technischen Universitát als Privatdozent der Gewásserkunde (1901) und spáter als ausserordentlicher Professor (1916) tatig. Als Verfas­ser einer Unzahl von Abhandlungen und mehrererHand­biicher, sowie mit seiner Tátigkeit als Redakteur nahm er einen vornehmen Platz unter den Grossen der ungarischen technischen Literatur ein. Mit seinen hunderten kleineren-grösseren Mitteilungen aus dem Kreise der Naturwissenschaften hatte er auch in der volkstümlichen Literatur eine wichtige Rolle : weit vorausblickend war er bewusst bestrebt, das Niveau der naturwissenschaftlicher Kenntnisse weitreichend den Anspriichen unserer Zeiten entsprechend zu erhöhen. Seine Fortschrittliehkeít wiederspiegelt sich auch in seinen Arbeiten soziologischen Gegenstandes, zu denen auch die Übersetzung mehrerer Werke J. J. Rous­seaus hinzuzuzahlen sind. Dadurch, dass er die sich auf das Wasserwesen beziehenden "Anfsatze der Pariser Annales des Ponts et Chaussées vom I. Jahrgang an, d. h. seit, 1893 exzerpierte, gab er das Beispiel einer unvergleichbarn zielbewussten Selbstbildung. Spáter, als sein Minister diese Auszüge veröffentlichte, damit der weite Kreis der ungarischen Ingenieure die Arbeitsergebnisse der französischen Hydrotechniker kennenlerne, setzte er seine Arbeit bis 1930 fort. Die Auszüge der in hun­dert (!) Jahrgángen erschienenen, über tausend, wasser­wirtschaftliche Probleme enthaltenden Artikel machen auf 2067 Seiten insgesamt 10 Bánde aus ! Kein Wun­der, dass seine bereits erwahnten Handbücher, von denen sein zweibandiges Werk ,,Vízerő" (Die Was­serkraft) (1914) seinen Namen auch im Ausland bekannt machte, sprechende Beweise der lebhaften französisch-ungarischen Beziehungen zur Zeit der Jahr­hundertswende sind. Seine selbstándige wissenschaftliche Arbeit falit auf das Gebiet der Hydrologie. Zwischen 1883 und 1893, alsó im Verlauf von 10 Jahren, erhöhte er die Zahl der Niederschlag-Messtationén um 1000, er konstruierte einen auch im Winter betriebsfáhigen Regenschreiber, spáter arbeitete er die erste ausführlichere Karte aus über die durchschnittlichen Niederschlagsverháltnisse Ungarns, sowie eine, die Durchlássigkeit der Boden­oberflache veranschaulichende hydrogeologische Karte, beide im Masstab von 1 : 900 000 (1896). Bahnbrechend zu seiner Zeit war seine Abhandlung: „Der Winter-Niederschlag und die Friihjahrs-Hoch­wásser der Tisza", in welcher er zum erstenmal Versuche für die langfristige Vorhersage der Hoch­wasser vornahm (1898). Ihm sind die ersten Hand­bücher der Hydrologie in ungarischer Sprache, die „Hidrológia" (Hydrologie) (1902) und das zweibándige Werk „Természetes vízfolyások hidraulikája" (Hyd­raulik der natürlichen Wasserláufe) (1906) zu verdanken, in welchem er als Erster eine auf Beobachtungsdaten aufgebaute hydrographische Beschreibung Ungarns zusammengefasst hat. Seine bleibendste Tat war die Gründung der Ungarischen Hydrologischen Gesellschaft. Im Laufe seiner hydrologischen Studien kani er in enge Ver­bindung mit der Geologie, Meteorologie und — natür­lich — auch mit der Geographie. Er erkannte die riesige Bedeutung des gegenseitigen Erfahrungsaustausches zwischen den sich mit Wasser befassenden verschiedenen Fachleuten und setzte unserer Gesellschaft, deren wissenschaftliches Programm er als „Sekretar" aus­gearbeitet hat, das Ziel. ein gemeinsames Forum zu sein. Gleichzeitig hat er auch die sich jetzt in ilirem 46 Jahrgang befindliche Zeitschrift' der Gesellschaft, die „Zeitschrift für Hydrologie" (= Hidrológiai Közlöny) ins Leben gerufen. welche die vielköpfige Garde der Wasserbauingenieure, Geologen, Hydrochemiker, Lim­nologen, Balneologen und Hydrometeorologen zur ge­meinsamen Arbeit zusammenfasst. ÖDÖN BOGDÁNFl 1863—1944 La Société Hongroise d'Hydrologie s'honore en évoquant á l'occasion du 100-iéme anniversaire de sa naissance, le souvenir du grand hydrologue hongrois. Ö. Bogdánfy était ingénieur, et a la fin de sa carriére directeur du Service des Eaux de l'État, pro­fessait á PUniversitó Polytechnique de Budapest l'hydraulique depuis 1901 en qualitó de professeur aggregé, puis á partir de 1916 comme professeur extraordinaire, et occupait comme auteur de nombreuses études et de plusieur manuels une place distinguóe parmi les plus grands de la littérature technique hongroise. Par ailleurs il remplissait un rőle important, avec ses exposés plus ou moins étendus relevant des divers domaines des sciences naturelles, dans la litté­rature de vulgarisation ; dirigeant son regard loin dans l'avenir Bogdánfy s'efforcait sciemment a relever la culture de larges milieux a un niveau correspondant aux exigences de notre époque. De son esprit progressif tómoignent encore ses oeuvres traitant de la sociologie, parmi lesquelles citons les traductions de plusieurs oeuvres de J. J. Rousseau, dues á sa plume. II a donné un exemple sans pareil de l'autodi­daxie systématique en rédigeant des résumés des articles traitant de travaux hydrauliques parues dans les Annales des Ponts et Chaussées de Paris, depuis leur I-er volume publiée en 1831. Puis, lorsque son ministre eut fait imprimer ces résumés pour que les ingónieurs hongrois puissent prendre connaissance, en grand nombre, des résultats obtenus par les hydro­techniciens fran9ais, il a continuó ce travail jusqu'en 1930. Les résumés des articles traitant de travaux hydrauliques publiés au cours de 100 (!) annóes repró-

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