Hidrológiai Közlöny 1954 (34. évfolyam)
9-10. szám - Kivonatok
JfiO Hidrológiai Közlöny. 34. évf. 1954. 9—10. sz. Kivonatok geordnet und mit verschiedenartigen Anprallelementen versehen waren. Als Prallelemente wurden Scheiben, vor den öffnungsreihen senkrecht oder schief angeordnete Stosslatten. durchlochte Stossscheiben, durchlaufende Zylinderfláchen mit verschiedenen Krümmungshalbmessern und kugelabschnittsförmige Prallkörper verwendet. Die Versuche habén die Anwendung einer mit 3 öffnungsreihen versehenen, Einlasswand am zweckmássigsten erwiesen. Unter den Wahllösungen für die Energievernichter und Wasserverteiler habén die vor den öffnungsreihen angeordneten durchlöcherten Zylinderfláchen und die kugelschnittförmigen Prellkörper gleichwertige gute Strömungsbilder ergeben. Der Einfluss der verschiedenen Ausbildungsarten konnte nur bis zu einer gewissen Entfernung, etwa bis V3 der Beckenlange nachgewiesen werden, das Strömungsbild der restlichen % war von der Form des Eintrittskopfes unabhángig. Neuere Versuchsergebnisse zur Bestimmung der Durchlássigkeitsziffer der Böden Von Ladislaus Lovas Der Beitrag gibt einen Überblick auf die Entwicklungstendenz der Gleichungen, die zur Bestimmung des Durchlássigkeitsbeiwertes „k" nach dem Darcy-schen Gesetz abgeleitet wurden. Die Allgemeingültigkeit dieses Gesetzes und die Hypothese der Unveránderlichkeit der Durchlássigkeitsziffer „k" wird immer háufiger in Frage gestellt. U. a. nehmen Müller—DeUtzsch der Bernouilli-schen Satz als Grundgleichung für die Durchströmung von porösen Medien an, und Schneider ergibt mit Hilfe seiner charakteristischen Kurven die Veranderlichkeit des Beiwertes „k" in Anhangigkeit der Brunnenentfernung und des Gefalles. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Bestimmungsmethoden der Durchlássigkeitsziffer „k" auf Grund der charakteristischen Korngrösse oder mit Hilfe von Felduntersuchungen gibt der Verfasser eine kritische Wertung derselben úrid deutet neuere Gesichtspunkte zu weiteren Forschungen an. Die hydrobiologische und algologische Untersuchung der Ziehbrunnen in Vácrátót Dr. E. Kol Aus den im Jahre 1950 zu Vácrátót an 11 Ziehbrunnen vorgenommenen Untersuchungen der Mikrovegetation hat sich ergeben, dass die Biozönose der Ziehbrunnen aus mehreren Algenvereinigungen zusammengesetzt ist: 1. Plankton, 2. Bentos; aquatilis und Aerobentos, 3. Schlammbewohner, ferner die MikroorganismenVtreinigungen, 4. der Eimer und 5! der Rinne. Die náhere Beschreibung dieser Algenvereinigungen siehe in der Tabelle I. Die einzelne Algenvereinigungen stehen in Wechselwirkung mit einander und bilden in ihrer Gesamtheit eine gemeinsame Einheit. Die charakteristischen Pflanzen der einzelnen Algenvereinigungen sind: 1. Plankton: Oscillatoria splendido, Chroococcus minutus, Lyngbya limnetica, Desmidium Aptogonum, 2. Bentos: Chladophora glomerata und orispata, Rhizoclonium hyeroglyphicum, 3. Aerobentos: Hormidium flaccidum, Protococcus viridis, Chlorococcum humilicum. 4. Eimer: Mikrothammion Kützingianum, Stigeoclonium-Arten, Phormidium laminosum. Foveolarum. Corium, Oscillatoria acuttissima, Calothrix Braunii. Oedogonium fonticola. 5! Rinne: Phormidium laminosum. Foveolarum. Corium, Oedogonium fonticola, Microspora floccosa, Ulothrix tenerrima. Mit den schlammbewohnenden Mikroorganismen befasst sich vorliegende Abhandlung nicht. Die auf die Entwicklung der Algenvereinigungen in Ziehbrunnen wirkenden wichtigeren Faktorén sind: 1. die geologischen Verhaltnisse, 2. die Lichtverhaltnisse, 3. die Temperatur, 4. die chemische Zusammensetzung des Wassers, 5. die Verunreinigungen des Wassers, 6. das Material des Eimers und der Rinne usw. Das characteristische Bild der Mikroflora ergibt sich aus der Gesamtwirkung dieser — qualitativ und quantitativ in verschiedenem Masse vorhandener — Faktorén, wesentlich. Die Ausbildung der M'ikrovegetation wird in vielen Fállen durch die Umgebung und menschliche Eingriffe wesentlich beeinflusst. Die eingehende Untersuchung der Mikrovegetation einzelner Brunnen hat erwiesen, dass sich selbst in der Algenvegetation von in solchem verháltnismassig kleinem Umkreis befindlichen Brunnen bedeutende Unterschiede finden. Ein gemeinsamer Zug ist im Allgemeinen, dass der Plankton sehr arm, hingegen die Vegetation des Bentos und des Aerobentos der Eimer und der Rinne ziemlich reich ist. Auf Grund der Mikrovegetation sind 3 Brunnentypen zu unterscheiden: 1. es dominieren die Chlorophyceae (Brunnen I. und III.), das Wasser dieser Brunnen ist reiner, 2. die Cyanophyceae habén das Übergewicht, das Wasser ist weniger rein (Brunnen VII. und VI.) und v. ihr Wasser ist sowohl von Grünalgen, als auch von Blaualgen im gleichen Masse bevölkert (Brunnen IX., X. und XI.). In der Mikrovegetation der Ziehbrunnen sind auch jahreszeitige Ánderungen zu beobachten. Bei warmerer Witterung treten die Blaualgen in Vordergrund. Die Ergebnisse der Untersuchungen sin din der Tabelle II. zusammengefasst, aus welcher hervorgeht, dann in den Ziehbrunnen zu Vácrátót nur einige oligosaproben Mikroorganismen leben, die meisten sind mesosaprobe. Polysaprobe waren hingegen überhaupt nicht vorzuflnden. In mehreren Brunnen wurde die Blaualge Lyngbya Martensiana varcalcarea vorgefunden, welche meiner Ansicht nach als Kalcium Indikátor betrachtet werden kann. Den Pflanzenplankton der Vácrátóter Brunnen bilden dieMesosaprobionten, den Benthos die Oligosprobionten und den Aerobenthos fi mesosaprobiontenartige Algen. Bei den Algenvereinigungen des Eimers un der Rinne treten die oligosaproben Algen infolge der höheren Temperatur in Hintergrund und die verschiedenen mesosaproben Organismen in den Vordergrund. In der Mikrovegetation der Vácrátóter Brunnen wurden 7% oligo-, 32% oliga-/?-mesosaprobe, 8% ff meso-, 11% a-fi meso-, 11% a-meso-, 11% a mesound 31% mesosaprobionte Algen gefunden. „HIDROLÓGIAI KÖZLÖNY" Felelős szerkesztő : Kovács György. Felelős kiadó : Solt Sándor. Kiadóhivatal: Nehézipari Könyv- és Folyóiratkiadó Vállalat Budapest, V., Nagy Sándor-utca 6. Távbeszélő : 310-175 27159/LD02 - Révai-nyomda, Budapest. V., Vadász-utca 16. — Készült 700 példányban. — Felelős vezető: Nyáry Dezső.