Hidrológiai Közlöny 1947 (27. évfolyam)

9-12. szám - ÉRTEKEZÉSEK - LUKÁCS ANDOR: A körösvölgyi öntözések vízrajzi szempontból

142 HIDROLÓGIAI KÖZLÖNY XXVII. év/. 19/,7. 9—12. szávi (Als Beíspiel siehe die Berechnung der Mischung der Hahóter Wasser weiter untén.)« Nun ist eine erste, rohe Einteilung der Oberflachen­icüsser nach Klimagebieten aus der Projektion (Fig. 1.) ersiehtlich: Analysengerade typischer Oberfláchen­wasser humider Klimagebiete liegen rechts oben, die der ariden Gebiete- (Salzseen) und Meerwasser mit den limnohalien Gewássern links untén, Sodaseen bei der linken Dreieckseite. Wichtige Beziehung besteht zwischen chemischer Zusammensetzung und Salzgehalt des Wassers, welche empirisch naher durch Krejci-Graf bearbeitet wurde. Seine Salzgehaltskurven sind auch in Fig. 1. darge­st.ellt. Es ist ersiehtlich, dass die Salzgehalte im allge­meinen mit der Löslichkeit der gelösten Stoffe steigen: grösste Salzgehalte untén, an der NaCl—MgSO ( Seite, mittlere links an der NaHCO. (—Seite, geringste rechts oben und insbesonders in der oberen Ecke (Ca/HCO ; o). — Sáttigungsgrade, alsó wahre „Konzentrationen" ver­halten sich aber etwa eben umgekehrt, wie darauf Maucha hinwies. Auch die biologischen Beziehungen der Binnenge­wásser kommen klar zum Ausdruck durch die neue Projektion. Kationpunkte der distrophen und oligo­trophen Gewasser liegen meist in der rechten oberen Dreieckhálfte, die der gewöhnlich seichten, eutrophen Gewasser (oft mit Ablagerungen, die reich in orga­nischen Verbindungen sind: Gyttja), liegen zumeist in der linken unteren Halfte des Dreiecks. — Mit dieser bekannten Einteilung von A. Thienemann gehen auch andere chemischen Eigenschaften der Gewasser parellel, wie insbesondere Maucha zeigte. 7 Distrophe und oligotrophe Wasser enthalten oft freie CO„ und sind meist verhaltnismassig reich an Ca, und arm an Gesamtsalzgehalt (/3-Iimno-Typ von Maucha). Eutrophe Wasser führen dagegen Karbonationen (CO. () und sind meist reich an Na, auch ihr Salzgehalt ist hoch, meist höher als 0.5 g/l (a-limno-Typ). Die wichtige Grenz­Diagonale von rechts untén zur Mitte links entspricht alsó etwa dem 0.5 g/l Salzgehalt, in genügender Übereinstimmung mit den Kurven von Krejci-Graf. — Die biologische Produktionsfáhigkeit eines Binnenge­wassers ist nach Maucha etwa der Halfte der Aequi­valentzahl der HCO.j—Ionén proportional. Diese Pro­duktionsfáhigkeit ist alsó aus der neuen Projektion auch leicht ablesbar: sie ist desto höher, je grösser der Salzgehalt und je höher der Anionpunkt, bzw. der HCO^—Strich im Dreieck liegt. Auch die Klassifikation der Mineralwasser kann durch die Projektion naher gekennzeichnet werden. Fig. 2. stellt als Beispiel einer neueren „künstlichen'' Klassifikation die sieben Hauptmineralwassergruppen nach der Anionenzusammensetzung von Clarké dar. s Fig. 3. zeigt dagegen ein álteren, aber noch vielfach gebrauchten Versuch einer mehr „natürlichen" Klassi­fikation, den von Than, hauptsáchlich mit Beispielen aus dem Karpathengebiet. Auch die allgemeinen Wassereigenschaften nach 6 Nicht gering ist auch der Vorteil, dass die Projektion durch den unmittelbaren Vergleich sofort die unzuverlass­lichen Angaben erkennen l:sst. Die Analysengerade z. B. des Nagymaroser Donauwassers und des Tiszaflusses bei Szolnok sind nicht nur mit den übrigen Donau. bzw. Tisza­Angaben, sondern überhaupt mit denen von Flüssen humider Klimagebiete unvereinbar. Magy. Biol. Kut. Munk. XIII. 1941. Tab. I—II. S. 314. 7 R. Maucha: Ujabb szempontok a vizek termelőképessé­gének megállapítására. Neuere Gesichtspunkte zur Festellung der Produktionsfáhigkeit der Gewasser. Magyar Kémikusok Lapja, Bd. II. 1947. S. 293, 324. 350: deutsch S. 354. » Clarké, F. W.: Data of Geochemistry, U. S. Geol. Surv. Bull. 695. (1920). p. 196—197. 2 Fig. 2. ábra. Die- Klassifikation der Mineralwasser nach Clarkc. Fig. 3. ábra. Die Klassen der Mineralwasser nach Than. I: Alkalische Sauerlinge, z. B. Szolyva. — II: Erdige Sauer­linge, z. B. Szinnye-Lipócz (Salvator). — III: Eisensauerlinge, z. B. Élőpatak, — IV: Salzhaltige Sauerlinge, z. B. Nieder­selters. — V: Sulphathaltige Sauerlinge, z. B. Franzensbad. — VI: Alkalische Bikarbonatwasser, z. B. Vichy. — VII: Bitterwasser, z. B. Budapest, Hunyady. — VIII: Haloid­wasser, z. B. Csíz. der Palmer-schen Klassifikationsind sofort erkennt­lich aus der Projektion. (Fig. 4.) Die Palmer-schen Klassen sind bekanntlich folgend gekennzeichnet: Klasse I.: d < a „ II.: d — a „ III.: a + b> d a „ IV.: d = a + b „ V.: d > a + b, wobei a die Summe der Alkálién, b die Summe der Erdalkalien und d die Summe der Anionén starker Sáuren bedeuten. In unserer Dreieckprojektion ist daher bei: Klasse I. die Entfernung Kationpunkt — rechte Dreieckseite grösser als die Entfernung Anionpunkt — Horizontale durch den oberen Pol, » Ch. Palmer: Geochemical interpretation of water ana­lyses. U. S. Geol. Surv. Bull. 479. 1911.

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